Erklärung Russlands zu den Ereignissen in der Ukraine

Der offizielle Vertreter des Aussenministeriums Russlands, Alexandr Lukaschewitsch, zu den Ereignissen rund um den Boeing-Absturz

- von Presseticker  -

I n Russland hält so wie in der ganzen Welt der Schmerz über den Tod von völlig unschuldigen Menschen, der Passagiere der Boeing, unvermindert an. Sie wurden Opfer eines Krieges, der in der Ukraine geführt wird.

Dabei möchte Kiew nicht auf die Stimme der Vernunft hören und einem Waffenstillstand zustimmen, was mehr als nur einmal von Vertretern der Volksmilizen vorgeschlagen wurde.
Die Schläge aus schweren Waffengattungen erfolgen u.a. auch auf Ortschaften, die sich in unmittelbarer Nähe der Absturzstelle des Flugzeugs befinden.

Die Kiewer Vertreter halten es für notwendig, jeden Tag und jede Stunde an Russland gerichtete unsinnige und durch nichts bekräftigte Beschuldigungen zu erheben, anstatt eine vollständige und unvoreingenommene internationale Untersuchung der Gründe für die Katastrophe mit möglichst weitgehender Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Arbeit zu unterstützen.

Aussenministerium, Moskau, Russland

Russisches Aussenministerium in Moskau

Stattdessen führen nach vorliegenden Informationen die ukrainischen Sicherheitsbehörden ohne Verständigung der internationalen Organisationen gewisse geheime Aktivitäten durch und zwar sowohl mit den Informationsträgern der ukrainischen Luftraumüberwachung – der militärischen und der zivilen – als auch mit ihren Mitarbeitern.
Das widerspricht ganz klar den Aufgaben einer objektiven und unvoreingenommenen Untersuchung.

Dies wird übrigens nicht das erste Mal so praktiziert.

Wo ist die versprochene Untersuchung der Beschiessung von Menschen auf dem “Maidan”? Wer sind diese Menschen, die sowohl auf die eigenen Leute als auch auf die Polizei aus einem Gebäude schossen, das der Kommandant des “Maidan” kontrollierte?
Deren Gesichter sind ja bekannt. Obwohl ich mich entsinne, dass viele geachtete europäische und US-Nachrichtensender diese objektive Information nicht brachten.

Wo ist die Untersuchung der schrecklichen Tragödie in Odessa, wo zielgerichtet und kaltblütig unter Teilnahme von Personen, die staatliche Ämter bekleideten, dutzende Menschen bei lebendigem Leib verbrannt und die aus den Fenstern des brennenden Gebäudes springenden Menschen mit Knüppeln totgeschlagen wurden?
Das konnten übrigens viele Bürger in Europa und in den USA ebenfalls nicht sehen.

Leider wurde auch über die Ereignisse in der Ostukraine ein Informationstabu verhängt.

Auf den ursprünglichen friedlichen Protest der Menschen, welche die Einhaltung ihrer Rechte forderten, antwortete Kiew mit Schüssen aus Massenvernichtungswaffen auf Ortschaften, Siedlungen und dicht besiedelte Grosstädte.
Jetzt explodieren Raketengeschosse in Wohnbezirken von Donezk und Lugansk. Es starben bereits hunderte Menschen.

Wenn das jemand für normal hält, dann sollte dieser nicht mehr hochtrabende Worte über die Einhaltung der Menschenrechte in den Mund nehmen. Das, was Kiew jetzt macht, ist amoralisch und unmenschlich.

Das Aussenministerium Russlands fordert noch einmal alle zu einem unverzüglichen Waffenstillstand auf. Das ist notwendig für die Rettung der Leben von Kindern, Frauen und alten Leuten. Das ist notwendig für die Gewährung der Bedingungen für die vollständige Untersuchung der Tragödie, welche mit den Flugzeugpassagieren im Himmel über der Ukraine geschah.

Aussenministerium der Russischen Föderation
Moskau, 23.07.2014

Schlagwörter # , , , , , , , , , , , , , ,

Rote Fahne bezahlen

Kommentieren

Anmelden  (optional)

NUTZUNGSBEDINGUNGEN
Benutzerprofile, Artikel, Beiträge und Kommentare mit zionistischem, faschistischem, stalinistischem Inhalt oder die gegen gesittete Umgangsformen verstoßen, und/oder nicht den Inhalt des kommentierten Artikels zum Gegenstand haben, und/oder einen Standpunkt nicht sachlich begründen, werden gelöscht.
Benutzerprofile ohne Beiträge werden in regelmäßigen Abständen gelöscht.
Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Klarnamen und/oder reale eMail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) zu löschen.
Kontakt Moderation: Moderation |at| RoteFahne.eu

twitter facebook google+