Es gibt einen gewaltigen Mangel an Deutschen, die Chinesisch sprechen

Der Deutsch-Österreicher Andreas Laimböck ist Gründer und Geschäftsführer der Sprachschule LTL – "Live The Language". - von Marc-Stephan Arnold, Beijing

- von Presseticker  -

A ls er 1999 als Student zum ersten Mal nach China kam, war er sogleich von der chinesischen Sprache und Kultur begeistert. Eine Begeisterung, die ihn bis heute nicht losgelassen hat.
Im Exklusivinterview mit China.org.cn erzählt Laimböck, wie er es geschafft hat, in Beijing eine Sprachschule aufzubauen – und weshalb deutsche Unternehmen so gut wie keine deutschen Angestellten finden, die auf hohem Niveau Chinesisch sprechen.

China.org.cn: Herr Laimböck, Sie haben hier in Beijing eine Sprachschule gegründet. Bevor wir aber dazu kommen, möchte ich Ihnen gerne ein paar andere Fragen stellen.

A. Laimböck: Gerne.

Seit wann sind Sie denn schon hier in China?

Ich bin 1999 zum ersten Mal nach China gekommen. Ich war damals für ein Studienjahr in Hongkong. Nach diesem Jahr bin ich aber erstmal wieder zurück nach England, um mein Studium abzuschliessen. Doch mir war damals schon klar, dass ich eines Tages unbedingt wieder nach China kommen wollte.

Was war das damals für ein Gefühl, hier in China zu sein?

Es war grossartig! Ich hatte viel Spass, bin viel mit Kommilitonen ausgegangen. Wir haben gefeiert, wie das halt so ist. Das einzig bedauerliche war, dass wir nur auf Englisch Unterricht hatten. Wir waren ja in Hongkong, da ist es natürlich kein Problem, mit Englisch zurechtzukommen.

Aber ich hatte auch immer das Gefühl, etwas zu verpassen. Da war diese geheimnisvolle Welt der chinesischen Zeichen – aber ich war kein Teil dieser Welt, sie blieb für mich unerreichbar. Deshalb hatte ich immer das Gefühl, dass da noch etwas fehlt, dass ich etwas verpasse – und dass mir die entscheidenden Türen doch irgendwie verschlossen blieben. Das fand ich damals unheimlich frustrierend.

Sind Sie dann nach ihrem Studium sofort nach China zurückgekehrt?

Nein. Ich habe erstmal in England gearbeitet. Im Bereich Finanzen, für die Firma Ernest & Young. Das war schon ein guter Job, da konnte man richtig viel Geld verdienen. Aber ich merkte schnell, dass diese Arbeit nichts für mich war. Was nützt einem das ganze Geld, wenn man keinen Spass hat?

Und was haben Sie gemacht, als Ihnen das klar wurde?

Ich habe ziemlich angestrengt darüber nachgedacht, was ich eigentlich machen will in meinem Leben, was mir Spass macht. (schmunzelt) Und dabei kam ich dann darauf, dass ich am liebsten noch Chinesisch lernen würde. Denn dieses Verlangen war noch da, von meiner Zeit in Hongkong.
Also bin ich erstmal zum Chinesischlernen nach Beijing gekommen. Ich habe dann für ein Jahr an der Beijing Language and Culture University (BLCU) Chinesisch studiert…

…und in einem Jahr fliessend Chinesisch gelernt?

Nein. Das Studium an der BLCU war zwar toll. Ich hatte viele gute Lehrer. Aber es gab auch Probleme: einerseits waren die Klassen natürlich relativ gross, und andererseits gab es da einfach so viele Ausländer (lacht). Nein wirklich, da ist man auf einem Campus mit 5000 anderen Ausländern und man spricht und hört eigentlich nur Englisch, aber kein Chinesisch – zumindest ausserhalb des Unterrichts.

Deshalb war mir ziemlich schnell klar, dass ich auf keinen Fall auf dem Campus wohnen wollte. Die Entscheidung, ausserhalb des Campus zu wohnen, war eine der insgesamt zwei Entscheidungen, die mein Chinesisch wirklich vorangebracht haben.

Warum hat diese Entscheidung ihr Chinesisch verbessert? Nur, weil Sie nicht mehr so viel Englisch sprechen und hören mussten?

Das war nicht der einzige Grund. Als ich ausserhalb des Campus eine Wohnung suchte, wollte ich unbedingt chinesische Mitbewohner haben – und zwar solche, die kein Englisch können. Deshalb habe ich schliesslich mit zwei Chinesen zusammen eine WG gegründet. Das war richtig super. Die zwei konnten kein Englisch, also haben wir nur Chinesisch gesprochen.

Wir haben uns angefreundet und viel zusammen unternommen. Was nicht unbedingt einfach war, weil Chinesen einen ganz anderen Lebensstil haben als wir. In Bars oder Diskos wollen die meisten überhaupt nicht gehen, keine Chance. Aber da muss man sich halt miteinander arrangieren, man muss aufeinander zugehen.

Das Interesse, miteinander etwas zu unternehmen, war jedenfalls da, von beiden Seiten. Und es hat ja auch geklappt, und das war für mein Chinesisch, ich würde mal sagen, wichtiger als das Jahr an der Uni. Da bin ich rein sprachlich deutlich besser vorwärts gekommen. Und dabei wurde mir auch bewusst, wie wichtig es ist, voll in die Sprache einzutauchen.

Der zweite wichtige Schritt für mich war, dass ich dann hier in Beijing für eine österreichische Firma gearbeitet habe, allerdings in einem rein chinesischsprachigen Büro. Unsere Kunden waren Chinesen, meine Kollegen waren Chinesen – und Englisch wurde nicht gesprochen.
Das heisst, ich musste Chinesisch sprechen, ob ich wollte oder nicht. Es führte einfach kein Weg daran vorbei.

Das war am Anfang schon knüppelhart, und ich kam sprachlich häufig ins Schwimmen. Aber man kämpft sich da durch, und dann, wenn man nach ein paar Monaten das Fachvokabular der eigenen Arbeit kennt, wird es deutlich einfacher. Jede Industrie hat so ein paar spezielle Wörter, die ständig wieder vorkommen.
Dann merkt man auf einmal: “Hoppla. Das versteh ich ja eigentlich alles…” – was einen dann auch unheimlich motiviert. Jedenfalls war es bei der Arbeit in dieser Firma, dass ich den Sprung von einem durchschnittlichen Chinesischniveau zur fliessenden Beherrschung der Sprache geschafft habe.

Und weil Sie danach fliessend Chinesisch konnten, haben Sie dann auch gleich eine Sprachschule eröffnet?

(Lacht) Nein, es hat noch ein bisschen gedauert, bis ich diese Idee hatte. Eigentlich kann ich mich sogar noch genau an den Tag erinnern, an dem mir die Idee für “Live the Language” das erste Mal durch den Kopf ging: Ich sass in einem Restaurant und machte mir gerade mal wieder Gedanken darüber, ob es in meinem Berufsleben ausser Geld verdienen noch wichtigere Dinge gab, die ich erreichen wollte. (schmunzelt)

Dabei beobachtete ich eine Gruppe von ausländischen Chinesischlernenden am Tisch gegenüber. Keiner in der Gruppe konnte richtig gut Chinesisch, aber offensichtlich hatten die alle richtig viel Spass bei dem Versuch, ihre Bestellungen auf Chinesisch hinzukriegen.
Als ich diese Gruppe beobachtete, wurden mir selbst plötzlich zwei Dinge bewusst: erstens, dass mir das Chinesischlernen selbst riesigen Spass macht und zweitens, dass man voll in eine chinesischsprachige Umwelt eintauchen muss, um richtig gut Chinesisch lernen zu können. So kam ich auf die Idee für “Live the Language”. Auf den Erfahrungen, die ich selbst beim Chinesischlernen hatte, ist die Schule aufgebaut.

Was sind die häufigsten Fehler von Chinesischlernenden?

Ein häufig gemachter Fehler ist zum Beispiel, zu sagen: “Ach, ich bin noch nicht so gut, ich muss zuerst besser Chinesisch lernen und dann fange ich an zu sprechen…” – das ist falsch! Man muss vom ersten Tag an mit dem Sprechen anfangen. Selbst, wenn man nur ein paar Wörter kann – dann sagt man eben nur diese Wörter.

Mit der Zeit kommen dann schon neue Wörter hinzu, das geht ganz automatisch. Das ergibt sich aus der Kommunikation, aus der Interaktion mit meinem Gesprächspartner heraus. Ausschliesslich zu Hause Vokabeln und Grammatik pauken bringt nichts, da lernt man nur im Schneckentempo.

Wie unterscheidet sich der Unterricht bei LTL von anderen Sprachschulen in Beijing?

Wir bieten unseren Schülern die Möglichkeit, voll in die Sprache einzutauchen. Wir vermitteln zum Beispiel Gastfamilien, bei denen unsere Schüler wohnen können. Unserer Erfahrung nach sind es gerade diese Programme, die das Lernen der Sprache unheimlich beschleunigen.

Und natürlich muss man den Unterricht auch an westliche Lerngewohnheiten anpassen – zum Beispiel beim Zeichenlernen! Hier in China ist das so: Die Kinder kriegen ein neues Zeichen gezeigt. Dann wird das Zeichen 1000 Mal geschrieben, und dann ist es gelernt. Bei so einem Unterricht würde ihnen jeder Westler schreiend davonlaufen. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, die chinesischen Schriftzeichen zu lernen, zum Beispiel über die Komponenten, aus denen sie sich zusammensetzen.

Da gibt es viele innovative und kreative Ansätze, mit denen Menschen aus westlichen Ländern besser Chinesisch lernen können. Koreaner und Japaner sind da wieder ganz anders, die sind eher an das chinesische Lernsystem gewöhnt und kommen mit dem Auswendiglernen ganz gut klar.

Da kommt jetzt auch das Thema “Interkulturelle Kommunikation” zum tragen. Die Kulturkreise Japans und Koreas sind ja doch ein bisschen näher dran an China. Wenn wir “Westler” nach China kommen, haben wir ja nicht nur das sprachliche Problem, sondern wir müssen uns ja auch in diese völlig andere Gedankenwelt “reindenken”. Was machen Sie, um den Schülern diese Gedankenwelt näher zu bringen?

Also ich möchte erstmal sagen, dass ich nie von mir selbst behaupten würde, dass ich das chinesische Denken zu 100 Prozent verstehe. Aber ich habe in den ganzen Jahren, die ich nun schon hier in China lebe und arbeite, doch recht viel gelernt.
Das Wichtigste ist meiner Meinung nach: das chinesische Denken, die Sprache und die Art und Weise, wie Chinesen ihre Umwelt wahrnehmen und darauf reagieren – das alles lernt man am besten, indem man es erlebt.

Das heisst, wenn man hier in China als Ausländer ein- bis zweimal pro Woche in seinen Sprachkurs geht, sich danach mit seinen ausländischen Kumpels trifft und in Sanlitun (Anmerkung: Vergnügungsviertel in Beijing) in irgendeine Bar geht und dort nur Englisch spricht, dann wird das natürlich nichts, dann wird man davon nichts lernen. Wie denn auch?

Andreas Laimböck, Sprachschule LTL, China

Andreas Laimböck, Sprachschule LTL, China

Man muss eintauchen, China erleben, mit Chinesen etwas unternehmen – dann klappt es auch mit der Sprache und dem Kulturverständnis irgendwann.

Das ist unser Ziel bei LTL: die Schüler dazu zu bringen, in die chinesische Kultur und Sprache einzutauchen.

Das hilft wahrscheinlich auch dabei, eventuelle Frustrationen zu überwinden, die man als Lernender vielleicht manchmal hat, wenn man nicht alles versteht. Oder wenn man das Gefühl hat, dass man gerade eine Plateauphase erreicht hat und mit der Sprache nicht vorankommt.

Natürlich! Aber man muss ein Teil davon werden. Man muss dieses Ihr-und-Wir-Denken ablegen und ein Teil der Gruppe werden. Man sollte nicht sagen: ‚Ich bin Ausländer und lerne jetzt eure Sprache‘, sondern: ‚Ich bin jetzt ein Teil eurer Gruppe, ich werde selbst Chinese‘. Zumindest für eine gewisse Zeit.
Denn natürlich kann man kein Chinese werden. Aber man kann Teil einer beliebigen chinesischen Gruppe werden und gemeinsam Spass haben und etwas lernen. Und verstehen, wie Chinesen leben, wie sie ticken.

Wie ist das Leben hier in Beijing für Sie?

Mir gefällt Beijing. Ich wohne hier – anders als viele ausländische Expats, die mal für drei bis fünf Jahre nach China geschickt werden – weil ich hier leben will. Es war auch immer mein Ziel, nach China zurückzukommen und hier zu arbeiten.

Wie haben Sie es geschafft, hier in Beijing ihre Sprachschule aufzubauen? Ist das nicht verdammt schwer?

Also ich habe hier zuerst mal recht lange bei anderen ausländischen Firmen gearbeitet. Das waren alles grosse, internationale Betriebe.
Da lernt man natürlich recht viel, man sammelt viele Erfahrungen. Als Ausländer hier in China eine Firma aufzubauen, ist nicht ganz einfach – allein schon von den organisatorischen, juristischen, finanziellen und anderen Anforderungen her.

Aber es ist machbar. Wenn man es selbst machen will, dann muss man Chinesisch können. Also, wenn ich das alles ohne Chinesisch hätte schaffen wollen – das hätte niemals geklappt. Allein schon die ganzen Dokumente, die man da ausfüllen muss. Da gibt es zwar für beinahe jedes eine englische Übersetzung, aber bindend und vor Gericht gültig ist nur die chinesische Version.
Und ich will schon genau verstehen, was ich da unterschreibe.

Aber auch dann, wenn man nicht gerade ein eigenes Unternehmen in China gründen will, hat man hier gute Karrierechancen. Vor allem als Europäer, der Chinesisch kann. Es gibt zum Beispiel einen gewaltigen Mangel an Deutschen, die Chinesisch sprechen. Einen ganz gewaltigen Mangel.

Die Firmen würden liebend gern solche Leute einstellen, aber das deutsche Bildungssystem produziert diese Leute einfach nicht. Es gibt in Deutschland nur wenige Gymnasien, auf denen Chinesisch unterrichtet wird, und auch an den Unis gibt es zu wenige Sinologiestudenten, beziehungsweise viel zu wenige Absolventen mit einem hohen Sprachniveau im Chinesischen.

Seit wann gibt es ihre Schule denn jetzt schon?

Wir haben 2008 zu zweit angefangen. Inzwischen beschäftigen wir 22 Lehrer. Insgesamt haben wir jetzt 30 Mitarbeiter. Es war natürlich nicht immer ganz einfach, vor allem am Anfang nicht. Aber wenn man erstmal ein paar zufriedene Schüler hat, dann machen die die Schule bei ihren Freunden bekannt, und dann kommen die neuen Schüler von ganz alleine.
In dieser Hinsicht ist es für uns heute viel einfacher geworden.

Wer sind denn ihre Schüler?

Wir haben zwei Arten von Schülern. Es gibt den lokalen Markt – das sind Leute, die hier in Beijing leben. Die unterrichten wir hauptsächlich, dass heisst, von diesen Kunden werden meist die klassischen Unterrichtsangebote in Anspruch genommen.

Die anderen, das sind Leute, die aus dem Ausland hier zu uns nach Beijing kommen. Wir haben immer mehr Schüler, die für einen Sprachurlaub hierher kommen. Das ist natürlich toll. Da bieten wir auch immer mehr an, wie zum Beispiel die Vermittlung eines Sprach- oder Tandempartners.

Oder die Vermittlung eines chinesischen “Student Ambassadors”, der mit dem ausländischen Schüler hier in Beijing und Umgebung etwas unternimmt, was beiden Spass macht. Natürlich alles auf Chinesisch. Das ist kein klassischer Unterricht – aber eine bessere Möglichkeit, Chinesisch zu lernen, gibt es kaum. Die Idee dahinter ist, dass der Schüler die Möglichkeit hat, zu einem gleichaltrigen Chinesen eine persönliche Beziehung, vielleicht sogar eine Freundschaft aufzubauen – und eben etwas mit Chinesen zu unternehmen.

Denn wenn ein Student oder Schüler hierher kommt – sobald der anfängt, nach Sanlitun zu gehen, war’s das. Dann hängt er in Bars und Diskos rum und spricht mit anderen Ausländern Englisch. So wird er aber kein Chinesisch lernen.

Also muss man die Lernenden aus Sanlitun “rausziehen” und mit ihnen Chinesisch reden?

Ganz genau! Naja gut, am Freitagabend will vielleicht keiner mehr so recht Chinesisch lernen, das ist schon wahr. Das heisst, man will etwas machen, was Spass macht. Besser wäre es aber, etwas zu machen, was einem Spass macht – und wobei man Chinesisch spricht. Man muss natürlich Freude an der Sprache haben.
Wenn die fehlt, dann geht es nicht. Chinesisch lernen ist hart. Es ist schwierig und erfordert viel Fleiss. Wenn Du da keinen Spass dran hast, dann packst Du es auch nicht. Das tut sich doch kein Mensch an (lacht). So viele Stunden, die man lernen muss. Man muss schon Spass dabei haben, sonst geht es nicht.

Sie haben vorhin von Sprach- und Tandempartnern geredet. Ist es denn schwer, hier in China jemanden zu finden, der an so einem Programm interessiert ist?

Überhaupt nicht! Die Chinesen sind sehr interessiert daran, Ausländer kennenzulernen, sich mit ihnen zu unterhalten. Unsere zuvor schon erwähnten “Student Ambassadors” sind häufig chinesische Universitätsstudenten. Die würden zum Beispiel gerne jemanden aus Deutschland kennenlernen oder deutsche Freunde haben, waren aber noch nie in Deutschland und können sich es auch nicht leisten, einmal hinzufliegen.
Solche Leute freuen sich richtig, an unserem Programm teilnehmen zu können, die finden das klasse.

Das Interesse der Chinesen an uns ist mindestens genauso gross wie unser Interesse an Ihnen – wahrscheinlich sogar noch grösser. Die meisten haben aber das Problem, dass sie zwar gerne Ausländer kennenlernen würden, aber nicht wissen, wie…

…weil die meisten Ausländer hier in China ja auch ziemlich “abgeschottet” in ihrer eigenen kleinen Welt leben.

Exakt! Viele Chinesen würden gerne da reinkommen, ein bisschen daran teilhaben, ein paar Ausländer kennenlernen. Sie wissen aber auch nicht, wie. Und da versuchen wir halt, eine Verbindung herzustellen.

Was sind die zukünftigen Ziele ihres Unternehmens? Was wollen Sie persönlich erreichen?

Ich möchte eigentlich genau das, was wir jetzt machen, weitermachen. Wir werden sicherlich noch ein bisschen wachsen – aber ich möchte gar nicht, dass unsere Schule riesengross wird. Wenn man zu viele Schüler hat, dann kann man nicht mehr individuell betreuen. Und Programme wie das “Eintauchen” in Kultur und Sprache wären dann auch nicht mehr möglich.

Im Moment kenne ich jeden unserer Schüler. Ich weiss, wer hier unterrichtet wird und ich gucke mir die einzelnen Studienpläne auch genau an. Das kann man natürlich nur bis zu einer bestimmten Grösse der Schule machen, danach funktioniert das nicht mehr.

Was ich persönlich erreichen will? Ich will einfach in dieser Richtung weiterarbeiten. Ich mache diesen Job, weil er mir wirklich Spass macht. Sonst wäre ich ja bei den Grosskonzernen geblieben und würde noch für einen von denen arbeiten.

Nein, wir haben mit dieser Schule schon viel erreicht und wollen uns natürlich noch weiter verbessern. Wir wollen Ausländern Chinesisch beibringen, wir wollen ihnen ermöglichen, so richtig in die chinesische Kultur einzutauchen.
Und dabei wollen wir auch weiterhin so viel Spass haben, wie bisher.

Herr Laimböck, vielen Dank für dieses Interview.

2012-01-14 06:00 – RF/china.org.cn

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