Shaken Aimanov, der Vater des kasachischen Films

“Land der Väter” gilt als Aimanovs bekanntester Film

- von Presseticker  -

S haken Aimanov gilt als der berühmteste Regisseur aus Kasachstan und Begründer der heimischen Filmindustrie. Das diesjährige Eurasia Filmfestival in Almaty ehrte den Filmemacher, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, mit einer Hommage. Elf Streifen hat der Regisseur, der auch als Film und Theaterschauspieler in gut einhundert Rollen wirkte, hinterlassen.

Auf dem Festival in Almaty wurde sein Gesamtwerk auf DVD sowie Buch über sein filmisches Schaffen vorgestellt. Mit dabei: Wegbegleiter und einstige Mitstreiter des 1970 verstorbenen Regisseurs. Wie der Schauspieler Asanali Ashimov. Er arbeitete mehrmals mit Aimanov, auch in dem 1970 gedrehten “Das Ende von Ataman”.

Asanali Ashimov: „Er war zu allererst ein Theaterregisseur und -schauspieler. Er kannte also die Sprache des Kinos und der Bühne. Beim Dreh musste alles natürlich und authentisch wirken, das war sein Credo.“

Shaken Aimanov, der Vater des kasachischen Films

“Land der Väter” gilt als Aimanovs bekanntester Film, gedreht 1966. Der Darsteller Murat Akhmadiev wurde damals als Teenager gecastet, er sollte jedoch keine Schauspielkarriere einschlagen, sondern arbeitet heute in einer Behörde.

Murat Akhmadiev: „Er wollte, dass sich die Filmcrew wie eine Familie fühlt. Für uns war er kein Regisseur, sondern das Familienoberhaupt, das uns als Familie zusammenführte. Er gab uns freundliche und präzise Angaben, wie wir zu spielen hatten.“

Mit dem Schaffen des Filmemachers und seinem Vermächtnis beschäftigt sich auch die Dokumentation “Mann und Legende” von Bolat Nussimbekov. Der Regisseur und Kameramann arbeitete mit Archivmaterial aus der Sowjetära.
Bolat Nussimbekov: „Er brachte mit seiner Arbeit fürs Kino alle Nationalitäten zusammen. Heute würde er genau dasselbe tun und die Menschen zusammenführen, wie das damals, zu Sowjetzeiten war, als Russen, Kasachen und auch Usbeken in unserem Studio arbeiteten. War er ein arroganter Star? Keinesfalls!“

Ende der 20er Jahre wurden in Kasachstan die ersten Filme gedreht. Ab den 30er Jahren waren die Studios in Almaty in russischer Hand und produzierten Propagandastreifen über die Sowjetunion. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die grossen russischen Filmstudios nach Kasachstan ausgelagert.
Als sie nach dem Krieg wieder nach Moskau zurückkehrten, übernahm Shaken Aimanov das Zepter und wurde zu einer der herausragenden Persönlichkeiten der kasachischen Filmproduktion.

Seit dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion ist eine neue Filmemachergeneration herangewachsen. Im vergangenen Jahr wurden in Kasachstan zehn Filme produziert, darunter der erste Animationsfilm in 3D und das historische Drama “Myn Bala – Krieger der Steppe” von Akan Satayev.
1984 wurde das Kazhakhfilm Studio nach Shaken Aimanov umbenannt, eine Hommage an den Vater des kasachischen Films.

RF/euronews

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