Berliner Klinik hilft Frauen mit Genitalverstümmelung

Betroffenen Frauen eine chirurgische und psychologische Betreuung anbieten

- von Presseticker  -

E x-Model Waris Dirie ist eines der bekanntesten Opfer der Genitalverstümmelung. Am Mittwoch eröffnete die Somalierin als Schirmherrin das “Desert Flower Center” am Berliner Krankenhaus Waldfriede.

Es ist das erste Zentrum ihrer Stiftung, das betroffenen Frauen eine chirurgische und psychologische Rundumbetreuung anbietet.
Senait Demisse, die erste Patientin, erzählt:

„Als es passierte, war ich mit drei Mädchen zusammen. Sie begannen mit den zwei Älteren. Ich stand in der Ecke und schaute zu. Ich erinnere mich nur daran, wie das Mädchen blutete. Ich lief weg, aber sie haben mich eingefangen. Danach kann ich mich an nichts mehr erinnern.“

Berliner Klinik hilft Frauen mit Genitalverstümmelung

Der 34-jährigen Äthiopierin wird an dem neu gegründeten Zentrum mit einer rekonstruierenden Operation die Klitoris wiederhergestellt. Die Eingriffe sind unterschiedlich aufwendig, denn die Beschneidungen fallen unterschiedlich radikal aus: vom Abschneiden der Klitoris, über das zusätzliche Entfernen der Schamlippen bis hin zum fast vollständigen Vernähen des Genitalbereichs.

Waris Dirie: „Die Frauen leiden. Sie leiden, wenn sie mit einem Mann schlafen und wenn sie Kinder bekommen. Sie erleiden all das. Ich verstehe nicht, warum das in Gottes Namen passiert. Wer immer das erfunden hat, war der grausamste Mensch, der jemals auf dieser Welt existierte.
Aber das Schlimmste daran ist, dass es auch heute, immer noch weitergeht.“

RF/euronews

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Ein Kommentar zu

Berliner Klinik hilft Frauen mit Genitalverstümmelung

  1. Fx 12. September 2013 - 18:37 #

    Purer Sexismus. Als Opfer gelten wieder mal nur Mädchen und Frauen. Dass jedes Jahr Dutzende bis Hunderte von Jungen durch Genitalverstümmlung ums Leben kommen (1)(2), wird ausgeblendet. Auch Männer erleiden durch Genitalverstümmlung massive sexuelle Empfindungs- und Funktionsstörungen (3), sowie Traumatisierungen, aber das interessiert ja kein Schwein (4). Der geschlechterrassistische Mainstream unterdrückt die Interessen männlicher Opfer brutal (“Jungen/Männer sollen sich nicht so haben”). Pure Misandrie.

    Und natürlich ist es auch ein gutes Geschäft. Mit amputierten Vorhäuten werden v.a. in den USA Milliardenumsätze gemacht (5), denn die zarte Babyhaut ist als Kosmetik-Rohstoff hoch begehrt.

    (1) http://pro-kinderrechte.de/tod-nach-beschneidung-eine-ubersicht/
    (2) http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/komplikationen/tod-und-beschneidung/tod-durch-beschneidungen.html
    (3) https://www.youtube.com/watch?v=1VQyLvhd28o
    (4) http://femokratie.com/beschneidung-ist-keine-gewalt/12-2012/
    (5) http://www.auxiliaris.org/vorhaut-und-ihre-entfaltungsmoglichkeiten/

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