Linken-Chef Gysi rückt von NATO-Austrittsforderungen ab

Für eine Auflösung der NATO sei ja die Zustimmung der USA, Frankreichs und Grossbritanniens nötig. Und das sei unrealistisch.

- von RF  -

A uch Linken-Chef Gregor Gysi gerät durch eine Depesche von US-Botschafter Philip Murphy in Bedrängnis: Gysis Einschätzungen zur NATO-Mitgliedschaft Deutschlands, die Murphy nach einem Gespräch mit dem Politiker in die Heimat sandte, dürften in seiner Partei für Diskussionen sorgen.

Kein Austritt aus der NATO – SED/PDS/Linke bleibt auf imperialem Kurs
Gregor Gysi im ARD-Sommerinterview mit Ulrich Deppendorf und Rainald Becker

Das berichtet “Der Spiegel” aus Wikileaks-Dokumenten. Offizielle Linie der Linken ist bislang die Forderung nach einem Ersatz des Bündnisses durch ein Sicherheitssystem unter Einbeziehung Russlands.

Im November vergangenen Jahres erläuterte Gysi, dem Dokument zufolge „gesellig und in Plauderlaune“, dem US-Botschafter bei einem Besuch, die Forderung der Linken nach Abschaffung der NATO sei in Wirklichkeit ein Weg, den gefährlicheren Ruf nach einem Rückzug Deutschlands aus dem Bündnis zu verhindern.

Denn für eine Auflösung der NATO sei ja die Zustimmung der USA, Frankreichs und Grossbritanniens nötig. Und das sei unrealistisch.
“Linke” Realisten fürchten nun, dass nach Bekanntwerden von Gysis Äusserungen die NATO-Gegner in den eigenen Reihen wieder auf Deutschlands Austritt aus der Allianz drängen würden.

Gysi selbst kann sich an den genauen Wortlaut des Gesprächs nicht erinnern, vermutet aber Übersetzungsfehler, da „das Gespräch auf Deutsch geführt wurde“, berichtet “Der Spiegel”.
So sei die Behauptung in dem Dokument, er habe gegenüber dem Botschafter geprahlt, allein für den bundesweiten Erfolg der Linken verantwortlich zu sein, „auf jeden Fall falsch“.

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