Sahra Wagenknecht spricht auf Parteitag Klartext – als einzige

Wagenknecht wird ihre Positionen nur in einer neuen, wirklich sozialistischen Partei umsetzen können

- von RF  -

N ach einem von Realitätsverweigerung und sozialdemokratischer Routine geprägten Parteitag der sog. Linkspartei am Wochenende, hat heute gegen Schluss wenigstens Sahra Wagenknecht die tatsächlichen Probleme der politischen Entwicklung in einer kämpferischen, historischen Rede analysiert und formuliert.
Zu befürchten steht allerdings, dass die Partei daraus einmal mehr keine Konsequenzen ziehen wird.

Sahra Wagenknecht Rede Bundesparteitag Magdeburg, 29.05.2016

Wagenknecht löste – weit stärker als alle anderen Redner – Begeisterung und stehende Ovationen aus. Das ist insofern überraschend und widersprüchlich, weil der übrige Verlauf des Parteitags in Magdeburg ein völlig anderes, grösstenteils gegensätzliches Bild zeichnete. Die Ausführungen Wagenknechts stehen inhaltlich und strategisch in deutlichem Widerspruch zur sozialdemokratischen Hauptströmung der Partei, so wie sich diese auf dem Parteitag präsentierte.

Was Sahra Wagenknecht in ihrer Rede richtigerweise ausführt, wird nur in einer neuen, wirklich sozialistischen Partei umgesetzt werden können. In der sog. Linkspartei wird ihr auch weiterhin lediglich die Rolle eines sozialistischen Aushängeschilds und Marketinginstruments zukommen.

Schlagwörter # , , , , , , , , , ,

Rote Fahne bezahlen

3 Kommentare zu

Sahra Wagenknecht spricht auf Parteitag Klartext – als einzige

  1. Heinz Spiess 30. Mai 2016 - 20:19 #

    Wenn sie ehrlich zu ihrer Aussage steht, kann ich nur sagen:
    Der Torten sind genug gewechselt,
    lasst mich auch endlich Taten sehn!

    • R.Hipo 3. Juni 2016 - 09:15 #

      Ja, an den Taten werden wir gemessen, doch dass das nicht so ist zeigt die aktuelle Situation.
      Frau Wagenknecht scheint wirklich die Einzige zu sein, die die Ursachen anspricht, das allerdings wird von den wenigsten verstanden. Bedeutet es doch von geliebten Verhaltensweiesen Abschied zu nehmen.
      Die Neoliberalisten sitzen in jeder Partei, in jeder. Sie spricht mir aus meiner Seele, denn das herrschende System des 100%igen abhängig machen ist menschenverachtend. Wenn wir genauer hinsehen würden, können wir den Werdegang des Neoliberalismus serh schön verfolgen. In Europa begann es mit der Umbenennung von sozialistischen Parteien in sozialdemokratische Parteien, anschliessend wurden durch Quereinsteiger die “Bankster” in diesen Parteien mächtig. All das könnte auch vom Bauernstand nachvollzogen werden, die haben nunmehr eine 100%ige Abhängigkeit von der EU-Agrarlobby, die Kapitalgesellschaften in der landwirtschaftlichen Produktion haben das Sagen, die echten Bauern haben zu betteln.
      Genau gleich ist es mit Hartz IV oder der Mindestsicherung wie es bei uns in A genannt wird. Eine weitere Maßnahme ist der Mindestlohn, um die Menschen gefügig zu machen.
      Was immer noch kommt, es wird kommen so lange das gehirngewaschene Volk nicht endlich begreift dass es nur williges Werkzeug der Hochfinanz ist und sein soll.

  2. Axl 9. Juni 2016 - 20:54 #

    Sahra klingt schon recht verzweifelt.
    Ihre Genossen scheinen längst kapituliert zu haben. In Dresden tagen die Herren der Welt und in Ramstein, einer ihrer wichtigsten Bastionen im ehemaligen Deutschland, wird demonstriert und was kommt von ihnen? Genau! Adorno fürchtete sich nicht…” vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.” Könnte er vielleicht die AFD gemeint haben? Wohl kaum.
    Nein, die Farce besteht aus folgenden dramatis personae: einer Führerin, ihren Paladinen: Maas, Friedrichs und von der Leyen und ihren Wachhunden von der Antifa. Auch mangelt es nicht an der wir siegen äh, ‘tschuldigung, schaffen das Propaganda.
    Ermächtigung geht auch ohne Gesetz.

Kommentieren

Anmelden  (optional)

NUTZUNGSBEDINGUNGEN
Benutzerprofile, Artikel, Beiträge und Kommentare mit zionistischem, faschistischem, stalinistischem Inhalt oder die gegen gesittete Umgangsformen verstoßen, und/oder nicht den Inhalt des kommentierten Artikels zum Gegenstand haben, und/oder einen Standpunkt nicht sachlich begründen, werden gelöscht.
Benutzerprofile ohne Beiträge werden in regelmäßigen Abständen gelöscht.
Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Klarnamen und/oder reale eMail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) zu löschen.
Kontakt Moderation: Moderation |at| RoteFahne.eu

twitter facebook google+