WikiLeaks: Depeschen belegen, Flüchtlingskrise ist geostrategische Waffe

"Refugees Welcome" ist eine Marketinglosung zur Durchsetzung imperialistischer Geostrategie

- von RF  -

W ie der WikiLeaks-Gründer Julian Assange, der seit 2012 in London in der Botschaft von Ecuador politisches Asyl gefunden hat (in der EU gibt es demnach kein politisches Asyl), berichtet, belegen vorliegende diplomatische Depeschen einmal mehr die imperialistische Geostrategie.
So betreiben USA/NATO ganz bewusst eine „strategische Entvölkerung“ u.a. Syriens, um das Land zu destabilisieren und in der Folge Flüchtlingsströme nach Europa zu generieren.

"Refugees Welcome" - Warum sieht man in der NATO-Presse nicht das ganze Bild?

“Refugees Welcome” – Warum sieht man in der NATO-Presse nicht das ganze Bild?

In einem Interview mit dem The Press Project hob Assange hervor: „Die Gegner des Landes initiieren eine strategische Entvölkerung, um dadurch die vitalen Kapazitäten des Landes zu schwächen.
Es ist vor allem die Mittelklasse, die aus Syrien flieht. Ingenieure, Manager, Angestellte, da diese über die erforderlichen Sprachkenntnisse, Geld und Verbindungen verfügen. Diese Berufsgruppen sind erforderlich, um ein funktionierendes Staatswesen aufrechtzuerhalten.“

Syrien sei nicht der einzige Fall, in dem Flüchtlinge als Waffe genutzt wurden, so Assange weiter. Laut WikiLeaks vorliegenden diplomatischen Depeschen, hatte die schwedische Regierung im Kontext des imperialen Krieges gegen den Irak dem US-Regime mitgeteilt, dass die Aufnahme von irakischen Flüchtlingen „Schwedens Beitrag zum Irak-Krieg“ sei.

RT-Interview mit Julian Assange über US-Destabilisierungspolitik und Drohnenkrieg, 26.09.2015

„Die Situation (Flüchtlingskrise) ist das Resultat der US-amerikanischen, britischen und französischen Politik im Nahen Osten in Zusammenarbeit mit ihren regionalen Verbündeten wie Katar, Türkei, Jordanien, Saudi Arabien und Israel“, lautet die Einschätzung des Publizisten Assange.
Zudem weist er daraufhin, dass von WikiLeaks veröffentlichte Dokumente belegen, dass die USA bereits seit 2006 auf den Sturz der syrischen Regierung hinarbeiten.

„Die USA versuchten mit subversiven Operationen die syrische Regierung zu provozieren, durch das Anheizen von Konflikten zwischen Sunniten und Schiiten, dem Versuch ausländische Investitionen zu unterbinden und die geheime Finanzierung zahlreicher NGOs in Syrien“, erläutert der WikiLeaks-Gründer.
„Natürlich zieht auch die CIA daraus Vorteile. Sie kreiert ein Problem, für das sie dann ein noch grösseres Budget verlangen kann, um es dann anschliessend zu lösen. Ähnlich zeigt sich die Situation bei Söldner-Firmen, Waffen-Herstellern und –Händlern. Wenn es keine Probleme gibt, werden ihre Budgets gekürzt, also fabrizieren sie Probleme“, so Assange.

Indem Syrien in diese Situation manövriert wird, verfolgen die USA einen „geostrategischen Plan, der ihrer Einschätzung nach, die Hisbollah schwächt, Israel grössere Kontrolle über die Golanhöhen verschafft, einen wichtigen regionalen Partner des Iran schwächt sowie Russland seiner einzigen verbliebenen Militärbasis ausserhalb des Gebietes der ehemaligen Sowjetunion beraubt und schlussendlich so den Weg bahnt für eine Pipeline von Katar über Saudi Arabien und Syrien nach Europa, um mit den russischen Erdgaslieferungen konkurrieren zu können“, so Julian Assange.

RF/Sputnik

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Ein Kommentar zu

WikiLeaks: Depeschen belegen, Flüchtlingskrise ist geostrategische Waffe

  1. Dwars Dryver 10. Februar 2016 - 15:11 #

    Nach Abwägung des Cui Bono ist dies ist auch meine Einschätzung. Allerdings beinhaltet m.E. die von Merkel herbeigeführte “Flüchtlingskrise” nicht nur einen geostrategischen Aspekt. Der Artikel des Autors unterlässt leider die für Deutschland und Europa unmittelbaren Folgen dieser Politik aufzuzeigen. Seit Langem fordern sog. Neoliberale ein Umbau der Gesellschaft und deren Rahmenbedingungen. 1995, noch unter Kohl begann deren massiver Angriff, die Agenda 2010 wurde gegen die Bevölkerung durchgesetzt, die Agenda 2020 ist als nächster Schritt geplant. Für deren Durchsetzung wird die o.g. “Krise” benutzt.
    a) Erreichen einer Stimmung in der Bevölkerung zur Abschaffung des Sozialstaats, indem man diesen “unbezahlbar” macht
    b) Abschaffung von Arbeitnehmerrechte durch Aufbau eines Arbeitssklavenmarktes
    c) Kriminalisierung von Harz-IV und Geringverdienern durch immer restriktivere sog. Sozialgesetzgebung

    In diesem Zusammenhang steht auch
    d) Abschaffung “störender” Handelsbeschränkungen, (z.B Konsumentenschutzrechte) durch TTIP u.ä. Verträge

    Letztendlich schint mir das Ziel die Umwandlung von Gesellschaften hin zu Plutokratien und die Herstellung einer globalisierten neokonservativen (wenn nicht gar anarchokapitalistischen) Weltwirtschaft. Alles in allem ein neuer (ich nenne es mal so) “Anarchofaschismus”.

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