NATO-Gipfel: Neue NATO-Kampfverbände an der Grenze zu Russland

USA wollen durch Destabilisierung Ihre militärische und hegemoniale Position in Europa festigen

- von RF  -

D ie imperiale NATO will bei ihrem gestern begonnenen Gipfel in Newport (Wales, Grossbritannien) mit der Stationierung von sog. “schnellen Eingreiftruppen” in Osteuropa auf Konfrontationskurs mit Russland gehen, berichtet u.a. die Rossijskaja Gaseta in ihrer heutigen Ausgabe.

Angeblich als Reaktion auf die Ukraine-Krise wollen die USA die Expansionspolitik der NATO noch weiter verstärken. Erneut wird somit klar, warum die USA/NATO/EU den faschistischen Putsch gegen die demokratisch gewählten Institutionen in der Ukraine finanziert und politisch und militärisch unterstützt haben.

NATO-Gipfel in Newport (Wales, Grossbritannien), 04./05.09.2014

NATO-Gipfel in Newport (Wales, Grossbritannien), 04./05.09.2014

Wie die New York Times unter Berufung auf US-Quellen behauptet, wurde in Newport jetzt eine Neuerung am NATO-Vertrag informell erörtert, der zufolge die USA jenen NATO-Ländern „keine Sicherheitsgarantie“ geben werden, die weniger als zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Rüstung ausgeben. In den meisten Ländern sind es derzeit höchstens 1,5 Prozent.
Das bedeutet, dass das Imperium die einzelnen Staaten dazu drängt, den militärisch-industriellen Komplex mit weiteren Milliarden zu stärken und die Aufrüstung zu forcieren.

Die beim NATO-Gipfel geplanten Entscheidungen sind unterdessen bekannt, siehe auch: [1] [2] Es wird erwartet, dass die NATO-Mitglieder dem ukrainischen Faschistenführer Pjotr Poroschenko nochmals ihre Unterstützung zusichern werden. Dazu gehören auch weitere finanzielle Zuwendungen, deren Höhe allerdings unbekannt ist.
Eine offene militärische Invasion der NATO in die Ukraine wird derzeit offiziell ausgeschlossen.

Wie der stellvertretende NATO-Generalsekretär Alexander Vershbow sagte, gelte die sog. „neue Solidarität“ bezogen auf die NATO-Mitglieder in Osteuropa nicht für die Ukraine. Der US-Diplomat Stephen Krasner formulierte es wie folgt: „Wir sollten nicht so tun, als könnten wir die Ukraine verteidigen, wenn wir nicht dazu in der Lage sind“.
Deshalb bezieht sich die geplante Aufrüstung von NATO-Basen vor allem auf die baltischen Länder, wobei sich jedoch die Frage stellt, von wem diese bedroht werden?

Expansion der imperialen NATO in Europa 1990 - 2014

Expansion der imperialen NATO in Europa 1990 – 2014

Quellen berichten über Kontroversen unter den NATO-Mitgliedsstaaten beim Thema Waffenlieferungen an das faschistische Putsch-Regime in Kiew. Während die Westeuropäer mit Frankreich und Deutschland an der Spitze die Lieferung von schweren Rüstungsgütern und Kriegslogistik an die NATO-Faschisten angeblich noch für unangebracht halten, fordert die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite bereits die Entsendung moderner Panzer und Kampfjets in die Ukraine.

Nach Angaben der Financial Times will das Weisse Haus (USA) nicht, dass die Junta in Kiew ernsthaft daran glaubt, den Krieg im Donezbecken gewinnen zu können. Ein von der Zeitung namentlich nicht genannter Diplomat zitierte den französischen Präsidenten François Hollande, dass der Westen durch Waffenlieferungen an die Ukraine „in ein Wettrüsten hineingezogen werden könnte, das er nicht unbedingt gewinnen würde.“
Es geht dem Imperium ergo vor allem darum, die Ukraine und somit auch Europa zu destabilisieren und dadurch die Position der USA auf dem Kontinent zu stärken.

HINTERGRUNDINFORMATION

Die faschistische Junta in der Ukrainischen Hauptstadt Kiew kann sich nur mit finanzieller und militärischer Unterstützung seitens USA/NATO/EU an der Macht halten. Es handelt sich um ein NATO-Marionettenregime.
Im Februar wurde bekannt, dass die USA, bereits in Vorbereitung des Putsches gegen die demokratisch gewählten Institutionen der Ukraine, 5 Milliarden US-Dollar in kollaborierende Gruppen investiert hatten. [3] [4]
Da der Grossteil der Ukrainischen Armee den Faschisten in Kiew die Gefolgschaft verweigert hatte, musste die NATO aus Kämpfern des faschistischen Rechten Sektors, ausgebildet durch die CIA, und kommerziellen US-Söldnern (Academi / Blackwater) [5] die sog. “Nationalgarde” bilden und diese gegen das Ukrainische Volk einsetzen.
Im Juli teilte das US-Regime mit, man werde noch weitere Millionen an die NATO-Söldner in der Ukraine bezahlen. [6]
Ende August reiste BRD-Kanzlerin Angela Merkel mit weiteren Millionen für das illegale USA/NATO/EU-Putsch-Regime nach Kiew. [7]

Gleichwohl hat die NATO das Thema Aufrüstung und Waffenexporte für die faschistische Junta auf die Tagesordnung des Gipfels gesetzt. Wenn es zu keinem einheitlichen Beschluss kommt, könnten einzelne NATO-Mitgliedsländer individuell entscheiden, ob sie die Faschisten auch mit schwerem Gerät beliefern werden.
Somit sind eigentlich alle Optionen möglich, ganz unabhängig von den politischen Aussagen, welche die NATO der Weltöffentlichkeit mitteilt.

Heute soll der Beschluss zu den sog. “schnellen Eingreiftruppen” erfolgen, die innerhalb von 48 Stunden weltweit eingesetzt werden können.
Sieben Länder (Grossbritannien, Dänemark, Lettland, Litauen, Estland, Norwegen und die Niederlande) haben bereits zugesagt, der neuen Einheit Soldaten zur Verfügung zu stellen.

Die NATO macht keinen Hehl daraus, dass die neuen Kampfverbände vor allem an der russischen Grenze stationiert werden. Das regionale Kommando soll in London seinen Sitz erhalten, die neuen bzw. ausgebauten NATO-Basen sind in Polen, Rumänien und den baltischen Ländern vorgesehen.
Wie weltweit, so steht auch in Europa die imperiale NATO unter dem Oberkommando des US-Kriegsministeriums Pentagon.

RF/RIA Novosti

Schlagwörter # , , , , , , , , , , , , , ,

Rote Fahne bezahlen

Kommentieren

Anmelden  (optional)

NUTZUNGSBEDINGUNGEN
Benutzerprofile, Artikel, Beiträge und Kommentare mit zionistischem, faschistischem, stalinistischem Inhalt oder die gegen gesittete Umgangsformen verstoßen, und/oder nicht den Inhalt des kommentierten Artikels zum Gegenstand haben, und/oder einen Standpunkt nicht sachlich begründen, werden gelöscht.
Benutzerprofile ohne Beiträge werden in regelmäßigen Abständen gelöscht.
Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Klarnamen und/oder reale eMail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) zu löschen.
Kontakt Moderation: Moderation |at| RoteFahne.eu

twitter facebook google+