Ostukraine: Ein Toter und elf Verletzte binnen zehn Tagen in Slawjansk

US-Milliarden stürzten die Ukraine bewusst in den Bürgerkrieg

- von RF  -

Z wölf Verletzte mit Schusswunden haben sich vom 12. bis 22. April im ostukrainischen Slawjansk in ärztliche Behandlung begeben, verlautete heute aus dem städtischen Gesundheitsamt.

Einer der Verletzten starb zehn Minuten nach seiner Einlieferung im Krankenhaus. Ein weiterer sei bereits gesundgeschrieben worden.
Sieben Verletzte lassen sich derzeit in Krankenhäusern der Stadt behandeln, zitiert das lokale Nachrichtenportal slavgorod.com.ua die Behördenleiterin Jelena Dschim. Zwei Schwerverletzte wurden nach Donezk und ein weiterer nach Charkow verlegt.

Antifaschistische Volksmiliz im Gebiet Slawjansk, Ukraine

Antifaschistische Volksmiliz im Gebiet Slawjansk, Ukraine

Seit März dauern im russischsprachigen Osten der Ukraine antifaschistische Kundgebungen gegen das Putsch-Regime in Kiew und für eine Föderalisierung an. Mitte April startete das, durch USA/NATO und deren imperialer Institution EU (Europäische Union) organisierte und finanzierte [1] [2] faschistische Putsch-Regime in der Ukrainischen Hauptstadt Kiew, Terror-Einsätze gegen die Bevölkerung bzw. den antifaschistischen Widerstand.

Russland betrachtet den Beschluss der Putschisten in Kiew, gegen Demonstranten mit Gewalt vorzugehen, als eine äusserst gefährliche Entwicklung.

Zu besonders schweren Auseinandersetzungen zwischen NATO-Faschisten und Antifaschisten kam es in den Städten Slawjansk und Kramatorsk im Norden des Gebietes Donezk.
Mehrere Menschen starben in der Nacht auf Sonntag bei einem Angriff auf eine Strassensperre bei Slawjansk. Am Ort der Schiesserei wurden Symbole der faschistischen Bewegung Rechter Sektor gefunden. Antifaschistische Bürgermilizen vermeldeten die Festnahme eines der mutmaßlichen Angreifer, der ein Aktivist des Rechten Sektors sei.

US-Milliarden stürzten die Ukraine bewusst in den Bürgerkrieg

Die von den USA in Ukrainische Gruppen investierten Milliarden [siehe 1., 2.] haben das Land in einen Bürgerkrieg abgleiten lassen, so der britische Aussenpolitikexperte und Chefredakteur der Zeitschrift Politics First, Marcus Papadopoulos.
Dabei wolle Washington die Ukraine weiterhin mithilfe von Nichtregierungsorganisationen (NGO) und Massenmedien kontrollieren, weil die Ukraine für die USA ein wichtiges Element der russischen Isolationskette sei, so der Experte.

Antifaschistische Demonstration, Donezk 06.04.2014

Antifaschistische Demonstration, Donezk 06.04.2014

„Mit diesem Geld haben die USA jetzt die Ukraine vor einen Bürgerkrieg gestellt“, so Papadopoulos gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti. „Gehen die US-Amerikaner jetzt eine Deeskalation der Krise ein und lassen die Ukraine sich mit ihren Problemen selbst auseinandersetzen? Oder führen sie in Übereinstimmung mit ihren Absichten die Ukraine endgültig in den “westlichen Orbit” und vollziehen damit endgültig die Einkesselung Russlands?“

„Die Umsetzung der Pax Americana (die Ideologie der globalen Dominanz der USA) ist für Washington wichtiger und die Ukraine bzw. ihre Bürger sind nur ‚Bauern‘ in diesem gefährlichen Spiel, das von den USA geführt wird“, so Papadopoulos.
Der Experte erinnerte daran, dass sich Washington seit dem Zerfall der Sowjetunion immer um die Förderung der eigenen Dominanz in der Welt bemühte, indem es die osteuropäischen Länder von Polen und Rumänien bis hin zu den baltischen Ländern in die NATO aufnehmen liess und Russlands Verbündete von Jugoslawien bis Syrien angriff.

„Laut der Pentagon-Strategie von 1992, die als Wolfowitz-Doktrin besser bekannt ist, hat Washington wesentliche Fortschritte bei der ‚Einkesselung‘ Russlands gemacht, indem Regierungen von mit Russland eng verbundenen Ländern gestürzt wurden.
Das Schlüsselelement ist und bleibt aber die Ukraine.
Die befindet sich in Russlands ‚Unterleib‘ und hat einen riesigen Rüstungsindustriekomplex, der mit dem russischen eng verbunden ist. Die Aufnahme der Ukraine in die NATO und die EU würde für die USA nicht nur einen militärischen Vorteil gegenüber Russland bedeuten, sondern auch die russischen Streitkräfte schwächen, die von den ukrainischen Rüstungsbetrieben abhängig sind“
, so Papadopoulos.

Unter anderem werden in der Ukraine Triebwerke für russische Kampfhubschrauber hergestellt, präzisierte der Experte. „Die USA könnten diese ukrainischen Betriebe bekommen und den US-Behörden die Möglichkeit geben, Russland mit Zuckerbrot und Peitsche zu beeinflussen sowie bei der Behandlung von internationalen Streitfragen zu erpressen“, so Papadopoulos weiter.

RF/RIA Novosti

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