Wikipedia – Desinformation im Auftrag der NATO-Doktrin

Studie der Otto-Brenner-Stiftung belegt massive Manipulationen bei Wikipedia

- von RF  -

D ie Kritik an Wikipedia bzw. deren Seriosität als vermeintliche “Enzyklopädie” ist so alt wie Wikipedia selbst.

Insbesondere entlarvt sich regelmäßig als reine Marketing-Lüge Wikipedias Werbebotschaft, deren Artikel entstünden quasi “demokratisch” durch die freie Zuarbeit der Internet-Community, mitunter auch als sog. “Schwarmintelligenz” bezeichnet.

Permanente Zensur statt Schwarmintelligenz

Tatsächlich fällt in den vergangenen Jahren immer stärker auf, dass Wikipedias eigenes Regelwerk demokratischer Partizipation, darunter die Möglichkeiten, Inhalte ergänzen und unzensiert diskutieren und gegen Falschbehauptungen Widerspruch einlegen zu können, faktisch nicht existent sind.

Hingegen werden nicht nur ganze Artikel und Beiträge bzw. Ergänzungen in Artikeln, sondern vor allem auch in den dazugehörenden Diskussion und sogar kritische Nutzer-Konten mittels Administrator-Rechten massenweise gelöscht.
Diese Praxis stellt den wirklichen Alltag bei Wikipedia dar.

Durch solche Manipulationen soll der Eindruck erweckt werden, dass der nach den Vorstellungen dieser Leute “überarbeitete” Artikel einem vermeintlich demokratischen Meinungsbild entspräche.
Der Wikipedia-Grundsatz „jeder kann mit seinem Wissen beitragen“ wird durch systematische Manipulationen ad absurdum geführt.

Screenshot von einer Diskussion bei Wikipedia vom 29.09.2013, welche die Wikipedia-Zensur thematisiert. Auch dieser Diskussionsbeitrag wurde dann selbst gelöscht, so dass alle Spuren der Kritik beseitigt wurden

Screenshot von einer Diskussion bei Wikipedia vom 29.09.2013,
welche die Wikipedia-Zensur thematisiert.
Auch dieser Diskussionsbeitrag wurde dann selbst gelöscht,
sodass alle Spuren der Kritik beseitigt wurden

Bei trivialen Fragen wie „wieviel ist 1 + 1?“ fällt Wikipedias reale Praxis natürlich nicht auf. Interessant wird es aber dort, wo ein kritischer wissenschaftlicher Diskurs oder auch harte Nachrichten-Fakten existieren, die jedoch der imperialen Hegemonie und NATO-Doktrin widersprechen.
Bei derartigen Themen greift die NATO-Wikipedia-Zensur uneingeschränkt.

Wobei die massive Zensur nicht als solche kenntlich gemacht wird, sondern ganze Passagen aus Artikeln und Diskussionen inklusive Nutzerkonten einfach gelöscht werden und somit die reale demokratische Debatte zu den betroffenen Themen verschleiert wird.

In inhaltlichen Diskussionen erklärt Wikipedia bzw. die als Administratoren tätigen Schreiberlinge aus kommerzieller Wirtschaft und Agenten der NATO-Dienste regelmäßig, dass jene Medien, die u.a. im Vorfeld des Irak-Krieges wider besseres Wissen behauptet hatten, der Irak würde über Massenvernichtungswaffen verfügen, als “seriöse” Medien gelten.

Hingegen gelten bei Wikipedia jene Medien, die diese und andere Lügen der NATO-Kriegspropaganda stets entlarvt hatten, wie auch Die Rote Fahne, als “unseriöse” Medien.
Diese Unterscheidung in “seriöse” und “unseriöse” Medien dient Wikipedia als Kriterium bei der Quellenauswahl.

Spätestens hier wird deutlich, dass Wikipedia nicht das geringste mit einer seriösen “Enzyklopädie” zu tun hat, schon gar nicht mit einer aus sog. “Schwarmintelligenz” hervorgegangenen, sondern lediglich ein weiteres ordinäres Mainstream-Instrument, ein weiterer Vertriebskanal zur gezielten Desinformation ist.

Wikipedia - Desinformation im Auftrag der NATO-Doktrin

Wikipedia – Desinformation im Auftrag der NATO-Doktrin

Schund-”Enzyklopädie” aus kommerziellem Mainstream und geheimdienstlicher Desinformation

Während Wikipedianer Dirk Franke kürzlich im Interview mit netzpolitik.org von bezahltem Schreiben noch als „kommendem Problem“ spricht, kommt der Journalist Marvin Oppong in einer Studie für die gewerkschaftsfinanzierte Otto-Brenner-Stiftung (OBS) zu dem Schluss, dass verdeckte PR in der Wikipedia bereits heute ein massives Problem darstellt.
So heisst es in der Pressemeldung zur Veröffentlichung der Studie:

„Im seltsamen Kontrast zu dem ungebrochenen Siegeszug von Wikipedia als Informations-, Orientierungs- und Deutungsquelle steht die interne Struktur von Wikipedia, die es bisher nicht vermag, PR in Wikipedia effektiv zu verhindern und Manipulationen in Wikipedia wirksam zu unterbinden.“ [1]

Zu diesem harten Urteil gelangt Oppong unter anderem aufgrund von Fallstudien einzelner Artikel, u.a. über Daimler, RWE oder den FDP-Politiker Christian Lindner.
Oppong argumentiert, bei Wikipedia handle es sich um eine „Diktatur der Zeitreichen“, weshalb die finanziell gut ausgestattete PR-Branche im Vorteil sei und über verschiedene Manipulationswege verfüge.
Als eine jener Branchen, in der es mutmaßlich die meisten Manipulationen gibt, nennt Oppong deshalb auch die finanzstarke Pharma-Industrie.

Journalist Oppong wirft auch dem Verein Wikimedia Deutschland vor, Manipulationen unzureichend zu bekämpfen, nicht transparent genug zu sein und spricht von einer „Nomenklatura des Vereins, die Spötter sogar als Sekte“ bezeichnen.

Unter anderem fordert Oppong ein Verifizierungsverfahren, ähnlich wie es dies bei kommerziellen Plattformen wie amazon oder twitter gibt.
Ob eine solche Regelung Desinformationsprofis aus Wirtschaft und Geheimdiensten enttarnen würde, darf allerdings bezweifelt werden, da im Internet allgemein hinreichend Möglichkeiten bestehen, die wahre Identität einer Person zu verschleiern.

RF/netzpolitik.org

  1. Verdeckte PR in Wikipedia (PDF), Marvin Oppong, Studie der Otto Brenner Stiftung, Frankfurt/Main 2014

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9 Kommentare RF direkt zu

Wikipedia – Desinformation im Auftrag der NATO-Doktrin

  1. Marc 15. Januar 2014 - 21:27 #
    Marc

    Wikipedia Censorship
    RT – Abby Martin ‘indefinitely’ blocked from Wikipedia

    Abby Martin ‘indefinitely’ blocked from Wikipedia

    Earlier this week, “Breaking the Set” host Abby Martin learned she’s “not a notable enough figure” to warrant a Wikipedia page, despite a plethora of third-party sources.
    She’s had two pages about her deleted, and now all non-administrative users have been blocked from recreating her page indefinitely, according to the revision history of her page after Martin reported the issue on Monday’s episode of “Breaking the Set.”
    RT’s Ameera David sits down with Martin to find out about the plight of independent journalists who have been blocked from recognition on the collaborative-information website.

  2. DoC GermaniCus 18. Januar 2014 - 14:49 #

    Sehr gut!
    Bestätigt auch die Erfahrungen so mancher Anti-NWO´ler, oder Anti-Imperialisten im Netz.. !

    Vll. darf man noch erwähnen, dass es zb in Israel spezielle Kurse für -nennen wir sie einfach mal- Wiki-Spammer gibt. Dort wird den Leuten beigebracht, Israel-Genehmes zu forcieren, dagegen Israel-Kritik zu verhindern..

    Ebenso gilt als gesichert, dass israelische Studenten für Trolldienste in Foren & Co angeheuert werden..

    VG

  3. ein Mensch 23. Januar 2014 - 17:29 #

    all das spricht für ein(-dutzend (ggf. verknüpfte)) – alternative/s Lexikon/Lexika – um nicht alternativlos alles zu glauben und dementsprechend falsch zu handeln.
    Begrüßenswert wäre wenn dieses nicht aus einem unter Nato diktierten und unterlaufenen Land kommt. (RU, CN, Iran, Südamerika )

    Soziale Netzwerke:
    http://rotefahne.eu/2012/01/us-regime-entwickelt-software-zur-manipulation-sozialer-netzwerke/
    Das sagt doch alles.

    Welche Alternativen gibt es, die global und vielsprachig zu erreichen sind?
    Betriebssystem (interessant ist, das bei debian mit en auch heb. angeboten wurde, bevor andere Sprachen nachgeladen konnten)
    Globales Netzwerk
    Suchmaschinen
    Videoplayer
    Bloggs, Foren …
    Mail

  4. Einar Schlereth 17. Februar 2014 - 08:07 #

    Wikipedia hat im politischen Bereich schon lange seine Glaubwürdigkeit verloren. Vorneweg waren die Zionisten, die jede Kritik an ihrem Staatsgebilde auswischten und US/NATO folgten sehr schnell nach. Wie oben gesagt wurde: es haut hin bei “1+1″ und wie der Kuckuck aussieht oder ein Rindvieh. Bei Politik ist wie gesagt völlig Schluss (da kann man gleich in der Nazi-Literatur nachschlagen), aber auch in der Geschichte, Kunst und Literatur wird schwer zensiert und mit Begriffen wie ‘kontroversiell’, ‘zweifelhaft’, ‘unbewiesen’ usw. gearbeitet. Also aufgepasst – die Ausrede ‘Es steht doch bei Wikipedia’ gilt nicht mehr.

  5. M. Günther 25. Juli 2015 - 19:34 #

    Hm, weiß zwar noch nicht genau, wo ich hier gelandet bin. Ursprünglich einen Beitrag von W. Eggert gesucht. lol Egal, die Kritik an Wikipedia ist berechtigt. Zumindest, wenn es um politisch kontroverse Themen geht, kann man das “redaktionelle” Vorgehen nur noch als dummdreist bezeichnen. Seitdem ich mir angewöhnt habe, die Diskussionsseiten zu den jeweiligen Themen stets als erstes zu lesen, ist meine Achtung vor Wikipedia unter Kellerniveau gesunken. So empfinde ich es als Zumutung, wie inflationär und – wie gesagt – dummdreist bei Wikipedia mit Begriffen wie “Verschwörungstheoretiker” herumgeworfen wird. Das ist doch offensichtlich ein Begriff, der verwendet wird, um den jeweiligen Adressaten persönlich herabzusetzen. Es ist OK, unter der Rubrik “Kritik” auf die von anderer Seite geäußerte Kritik hinzuweisen, aber wenn Wikipedia massenhaft Leute schon in der Einleitungszeile mit “Verschwörungstheoretiker” tituliert und dann in der Diskussion darauf beharrt, dass dies völlig in Ordnung sei, also ernsthaft behauptet, dass die Verwendung SOLCHER Begriffe geeignet wäre, mir über eine Person eine objektive Meinung zu bilden, dann ist das schon ein starkes Stück. Wenn Larry Page in der kommenden Weihnachtszeit wieder mit traurigem Dackelblick um Spenden bittet, dann werde ich ihm mal ein paar Zeilen in diesem Sinne schreiben. Hoffentlich werde ich nicht der einzige sein, der dies tut. Warum die Bürgerschaft in unserem Lande nicht in der Lage ist, sich einmal klar und gemeinsam dagegen auszusprechen, in diesem Maße mit politischen Kampfbegriffen bzw. Propagandabegriffen überschwemmt zu werden, wird wahrscheinlich auf ewig ein Geheimnis bleiben. Vielleicht, weil man dann auch selber auf den einen oder anderen liebgewordenen Kampfbegriff verzichten müsste. ;-) So oder so, ein Armutszeugnis.

    M. Günther

  6. Petra Tatura 4. Dezember 2015 - 11:24 #

    Zu dem Thema gibt es auch eine interessante Reportage von Markus Fiedler und Frank-Michael Speer:
    https://youtu.be/wHfiCX_YdgA
    und ein Interview von Ken Jebsen mit einem der Autoren der Reportage Markus Fiedler:
    https://youtu.be/4X-3-AwqkLQ
    Beides sehr sehenswert!

    • Paul 14. Januar 2016 - 10:28 #

      Ja, sehr interessant – eigentlich aber auch nicht überraschend.
      Ich bin gespannt auf den 2. Teil von der Doku.
      Nachdem sie im 1. Teil Administratoren wie “Jesusfreund”
      als Musiklehrer enttarnt haben….

  7. Paul 14. Januar 2016 - 10:25 #

    Etwas gutes hat hat das zensieren und verleumden bei WP doch;
    denn all die die dort als “unseriöse Medien” oder “Verschwörungs-
    theorethiker” gelistet sind bürgen gerade in dieser Zeit des medialen
    Unsinns dafür, dass medial wie politisch kritische Leser oder
    Zuschauer schnell einen Einstieg in die mediale Wahrheit finden.
    Und unkritische Leser – also die Masse – neugierig machen könnten;
    “ja was schreiben die denn”?

    So wird deren eigene zensiererei zum Eigentor!

    “Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren”
    sagte Berthold Brecht. Und für Wahrheit lohnt es sich immer zu
    kämpfen. WP’s Fehler besteht aber darin dass es nicht für sie kämpft,
    es zerstört sich mit seiner programmierten Lügerei sogar von selber.

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