Berber legen Erdgasleitung von Libyen nach Italien still

Minderheit fordert mehr Rechte

- von Presseticker  -

D ie Erdgasleitung von Libyen nach Italien ist vorerst stillgelegt. Mit der Blockade der “Greenstream”-Leitung fordern Angehörige der Berber-Minderheit mehr Rechte.

Die von der imperialen NATO eingesetzte und ohnehin kaum handlungsfähige Zentralregierung hat damit wieder eine Einkommensquelle weniger. Auch für Italien ist der Lieferstopp ärgerlich.

Berber legen Erdgasleitung von Libyen nach Italien still

Etwa 50 bewaffnete Berber hätten das Personal des Gaskomplexes Mellitah 110 Kilometer von der Hauptstadt Tripolis gezwungen, den Gashahn zuzudrehen. Der Komplex wird von der sog. “Nationalen Ölgesellschaft Libyens” und dem italienischen Konzern ENI gemeinsam betrieben.

Die Forderungen nach der Drosselung des Exports wurden am vergangenen Donnerstag laut. Die Leitung des Komplexes verhandelte mit den Aufständischen, jedoch ohne Erfolg. Der Gasexport musste dann am Montag eingestellt werden.
Ein Vertreter der Berber teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass die Landesregierung die Forderung der Protestierenden nicht erfüllt hatte, die Vertretung für Berber-Stämme im Parlamentsausschuss zu erhöhen, der an einer neuen Verfassung Libyens arbeitet.

Die Bevölkerung des nordafrikanischen Landes setzt sich aus zahlreichen ethnischen Gruppen und Stämmen zusammen. Ihre Abgeschottenheit steht der Wiederherstellung Libyens nach dem NATO-Krieg und dem Sturz der Regierung im Wege.
Die Berber machen mit rund sechs Millionen etwa ein Fünftel der Landesbevölkerung aus.

RF/euronews/RIA Novosti

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Ein Kommentar zu

Berber legen Erdgasleitung von Libyen nach Italien still

  1. Fx 12. November 2013 - 15:34 #

    Ach was! Schon wieder eine Volksgruppe, die unterdrückt wird. Dabei haben wir doch gerade erst die NATO hingeschickt. Das darf doch nicht wahr sein! Wenn “Demokratie und Menschenrechte” (©USA) dort so eine kurze Halbwertzeit haben, muss die NATO das Land wohl doch permanent besetzen, um das Fließen des Ö…, ähhh, die Einhaltung der Menschenrechte zu gewährleisten.

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