No Border, No Nation – das neue Marketing des Imperialismus

Wie afrikanische Vagabunden für die New World Order missbraucht werden

- von Stephan Steins  -

E s gibt in Deutschland und der imperialen Institution EU (Europäische Union) kein Asyl. Das wissen wir spätestens, seit dem Bürgerrechtler, Whistleblower und früheren Mitarbeiter des US-Militärgeheimdienstes NSA (National Security Agency) Edward Snowden auf der Flucht vor dem US-Regime politisches Asyl verweigert wurde.
In Europa hatte sich allein Russland erbarmt, dem politischen Flüchtling Snowden Zuflucht zu gewähren.

Umso obszöner muten die Vorgänge und Nachrichten an, mit denen die Deutsche und EU-Öffentlichkeit seit Wochen fortgesetzt gemartert wird.

Raus aus der NATO!

Erst vergangenen Monat wurde bekannt, dass der auf Demographie spezialisierte britische “Think Tank” Longevity Centre eine Zuwanderung nach Europa von nicht weniger als 11 Millionen (!) Ausländern bis zum Jahr 2020 propagiert, da ansonsten „die EU die Balance ihrer Pensionssysteme“ verlieren würde.
Dass der von Massenarbeitslosigkeit und Massenelend, gerade auch unter Jugendlichen, geprägte EU-Raum über ausreichend eigene Arbeitskräfte verfügt, ist evident. Weder geht es dem international organisierten Kapital um Sozialpolitik für die eigenen Bürger, noch das Wohl von Emigranten aus Osteuropa, Asien und Afrika, deren soziale Not als humanitäre Causa instrumentalisiert wird. [1]

Masseneinwanderung und Überfremdung der Europäischen Republiken und Kulturräume dienen dem Imperialismus auf mehreren Ebenen. Kurzfristig wird zum einen Arbeitspotenzial aus Billiglohnländern der lokalen Kapitalverwertung vor die Haustür geliefert.
Mittelfristig wird die kulturelle, soziale und in der Folge staatliche Desintegration der historischen Errungenschaft der bürgerlich demokratischen Republik forciert. Die “New World Order” (NWO) achtet weder die territorialen Grenzen nach dem internationalen Völkerrecht, noch das nationale Selbstbestimmungsrecht.

No Border, No Nation - Marketing des Imperialismus an der Ausländerbehörde Berlin, 17.10.2013

No Border, No Nation – Marketing des Imperialismus an der Ausländerbehörde Berlin, 17.10.2013

Diese politisch-strategischen Ziele des Imperialismus bedürfen der medialen Vermittlung. Für die Mitwirkung am eigenen Ethnozid sollen die Völker Europas emotional konditioniert werden. Schaut her, so lautet die infame Parole, diese Menschen, darunter schwangere Frauen und Kinder, sind ertrunken, weil ihr nicht geholfen habt.
Und die auf derlei Desinformation gutgläubig hereinfallen, haben nicht begriffen, dass wir mitten im Krieg stehen, in jenem Krieg, der in die Geschichtsbücher als der imperiale Krieg eingehen wird.

“No Border, No Nation” ist heute als Marketing-Slogan an der Berliner Ausländerbehörde zu lesen. Die Agenten des Imperialismus geben sich keine Mühe, sonderlich subtil aufzutreten – bereits durch die Wahl ihrer Sprache verweisen sie auf ihre Urheberschaft.

Zwei Jahre ist es erst her, dass NATO-Bomben, finanziert auch mit unseren Steuergeldern, in Libyen über 100.000 Menschen massakrierten. “No Border, No Nation” wurde dort für die Menschen zur blutigen imperialen Realität.
“No Border, No Nation” zieht seine grausame Spur aus Krieg, Massenmord, Terror, Folter, Hunger und sozialem Elend rund um den Globus, von Irak über Jugoslawien, von Afghanistan über Libyen weiter nach Syrien, den Iran bereits im Visier.
“No Border, No Nation” ist Synonym für den Krieg des Imperiums gegen das internationale Völkerrecht.

American Exceptionalism: Monopoly on Democracy?

Vagabunden aus Afrika kampieren in Berlin vor dem Brandenburger Tor, wie auch andernorts. Menschen, die kein Wort Deutsch sprechen, sitzen vor professionell hergestellten Transparenten in deutscher Sprache. Angeblich stammen sie aus dem Italienischen Lampedusa.
Wer hat diese Leute in die Deutsche Hauptstadt gekarrt? Wer organisiert sie, formuliert deren Forderungen, stattet sie mit teurem Werbematerial aus und setzt sie medienwirksam in Szene?
Mehrere tausend US-Dollar sollen sie pro Person an Schlepper für die Überfahrt nach Europa bzw. Italien gezahlt haben – mehr Geld, als deutsche Hartz IV-Opfer aufzubringen in der Lage sind. Wer bezahlt diese Summen?

Die Antworten auf diese Fragen dürften in den Reaktionen der Funktionäre des Imperiums zu finden sein. Schon fordern EU-Politiker die weitere Lockerung der EU-Einwanderungspolitik. Von “offenen Gesellschaften” ist jetzt verstärkt die Rede (der Slogan Multi-Kulti scheint ausgedient zu haben).
Als ob Europa nicht bereits in der Vergangenheit offen genug gewesen wäre. Je nach Statistik leben allein in Deutschland 10 bis 20 Millionen Ausländer. In der Niederländischen Hafenstadt Rotterdam ist die einheimische Bevölkerung heute bereits in der Minderheit.

Jenen, die das Selbstbestimmungsrecht der Völker verteidigen, wird durch die imperiale Hegemonie umgehend Rassismus vorgeworfen. Wo aber sind diese angeblichen Antirassisten, wenn es gilt, für das internationale Völkerrecht und gegen den imperialen Krieg aufzustehen?
Hier wird ein schmutziges Spiel aufgeführt, nicht zuletzt auf dem Rücken der ausländischen Statisten.

Als Sozialisten gilt unsere internationalistische Solidarität den kämpfenden Arbeiterklassen und ihren Völkern. Die imperiale Farce ist unsere Sache nicht.

→ Solidarität mit Afrika und anderswo: Raus aus der NATO!, 22.10.2013

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16 Kommentare RF direkt zu

No Border, No Nation – das neue Marketing des Imperialismus

  1. Dirk 18. Oktober 2013 - 09:35 #
    Dirk

    PCP – nationale Frage und Internationalismus

    • DoC GermaniCus 17. November 2013 - 22:03 #

      Die “Roten” sprechen von “Imperialisten”,
      die “Wahrheitskrieger” von NWO…
      Aber ich denke, wir meinen das Gleiche! ;)

  2. Robert 19. Oktober 2013 - 13:35 #
    Robert

    ZIMMERWALDER MANIFEST (1915)

    Leo Trotzki

    Das Selbstbestimmungsrecht der Völker muss unerschütterlicher Grundsatz in der Ordnung der nationalen Verhältnisse sein – von Leo Trotzki

    → RoteFahne.eu/1915/09/zimmerwalder-manifest-1915/

  3. Clara 19. Oktober 2013 - 17:20 #

    Gefakte Flucht? Fürs Fernsehen nach Europa

    Gefakte Flucht? Fürs Fernsehen nach Europa (NDR / ZAPP)

    Drei junge Afrikaner aus Kamerun sollen von zwei Mitarbeitern der französischen TV-Produktionsfirma “Tony Comiti Productions” in Libyen angesprochen worden sein, die für eine Fernsehreportage eine Flucht aus Afrika mit der Kamera begleiten wollten.
    Die Journalisten sollen den jungen Männern dann offenbar Geld für die Fahrt gegeben haben – für die Reise durch Libyen, dann übers Meer nach Italien und schließlich bis nach Paris. Ihnen wurde vermutlich mindestens ein Teil des Geldes für die Überfahrt mit dem offenen Boot übers Mittelmeer bezahlt und die Kosten für eine Weiterfahrt von Sizilien nach Paris mit dem Zug bekamen sie auch finanziert.

  4. KlausP 20. Oktober 2013 - 15:37 #

    Ein großartiger, entlarvender, weitsichtiger Beitrag. Vielen Dank!

  5. bigi 20. Oktober 2013 - 17:43 #

    eine sauerei was die imperialisten da mit unserem land machen.
    schaut euch das foto an. noch fragen?

  6. Karsten 21. Oktober 2013 - 08:24 #

    Ich habe in Diskussionen mit Genossinnen und Genossen festgestellt, dass sie die Frage des Selbstbestimmungsrechts der Völker nicht so richtig verstehen. Manche glauben immer noch es gibt einen deutschen Imperialismus neben einem französischen, britischen, US-amerikanischen und so weiter, die in Konkurrenz zueinander stehen.
    Wer die heutige Situation besser verstehen will, lest euch mal diesen Artikel durch:

    → Imperiale Mythen und die Erneuerung sozialistischer Politik

    „Sozialisten identifizieren heute jenes Imperium, ökonomisch durch das international organisierte Kapital, die imperiale Oligarchie kontrolliert, politisch durch die USA geführt, militärisch im Ausbau der NATO zur globalen Gewalt konstituiert, ideologisch durch den Zionismus geprägt und in Europa über den undemokratischen Zentralismus der Institution EU (Europäische Union) vermittelt.“

  7. Le Big Macke 21. Oktober 2013 - 09:07 #

    Ausgerechnet auf dem Parteitag der Grünen Kriegspartei hat man eine Show mit afrikanischen Statisten abgezogen. Wem diese Perversion nicht auffällt ist merkbefreit.
    Um den Menschen in Afrika und anderswo zu helfen ist das beste aus der NATO auszutreten. Aber echte antiimperialistische Politik machen die Grünen nicht. Auch nicht die Pseudolinke.
    Leute lasst euch nicht verarschen.
    RAUS AUS DER NATO!

  8. Marek 25. November 2014 - 02:33 #

    Jemand hat ausgerechnet das D. bis zum Jahre 2050 200 MILLIONEN Einwohner bräuchte wenn man das jetzige System beibehalten will(leider finde ich den Link nicht mehr-war aber irgend ein bekannter Mensch).

    Ich fragte mal die Grünen was sie dazu sagen.Antwort:Kein Problem!
    Dabei können wir uns schon lange nicht mehr allein ernähren,sind eins der am dichtesten bevölkerten Länder und eins mit dem höchsten Energieverbrauch.
    Jeder Asylant verbraucht hier 10-100 mal Energie als in seiner Heimat und konsumiert natürlich auch viel mehr.
    Wie das mit Umweltschutz zusammengeht kann kein Grüner erzählen.

    Es sind also nicht nur die Großkapitalisten schuld die an jedem Einwanderer verdienen weil das Geld ja vom Staat kommt und sie hier mehr konsumieren als zuhause sondern auch Gutgläubige Menschen die die Folgen nicht sehen oder nicht sehen wollen.

    Alleine Afrika wächst jedes Jahr um ca. 38Mil. Menschen.Wenn wir jedes Jahr 1Mil. aufnehmen ist dort noch immer niemandem geholfen.

  9. Bernd Kowalski 25. November 2014 - 15:14 #

    Ich bin erstaunt, ausgerechnet hier solch einen ehrlichen Artikel zu finden, der das Kind beim Namen nennt.
    Liest man dies auf diversen FB-Seiten, wird sofort “Nazi!” druntergeschrieben.

    Das Problem ist richtig erkannt, die Wenigsten machen sich Gedanken bis zum Ende, denn dort steht die Frage: Wer fängt es an, sponsort es und warum?

    Bravo, die Wahrheit zu lesen tut gut und der Bürgerprotest geht in die richtige Richtung, auch wenn nicht viele das “Dahinter” verstehen. Aber sie sehen, dass alles eine große Inszenierung ist und wenn der letzte Vorhang fällt, wird nichts mehr sein wie früher.

  10. Marc Jenal 4. Dezember 2014 - 14:18 #

    Sie sagen die Wahrheit. Leider wird jeder, der die ganze Show kritisiert, als Nazi und Rechtsradikaler an den Pranger gestellt. Dass die Leute aus völlig fremden Kulturen hier meist keine Chance haben und in einer Parallelgesellschaft über Generationen als Konsumenten parkiert werden, davon spricht niemand. Niemand verlangt, dass sie die Sprache der Einheimischen lernen, dass sie sich mit den Sitten und Gebräuchen in unserem Land vertraut machen und irgendwann eine Chance auf ein selbstständiges Leben haben. Es gibt unzählige Mütter, die jahrelang hier leben und kaum ein Wort deutsch können. Kein Wunder haben deren Kinder keine Chance. Es wird weiterhin so getan, als würde man diesen Leuten helfen, wenn man sie hierherholt und kaum eine Eigenleistung von ihnen verlangt. Den Menschen, wird vorgespielt, dass sie über Generationen ohne entsprechende Eigenleistung, ohne Integrationsbemühung oder -bereitschaft im Alter mit gesicherter Rente hier leben können. Diese Verlogenheit empfinde ich als rassistisch und nicht die, die dagegen protestieren. Aufklärung ist das Wichtigste, sonst läuft dies noch jahrelang so weiter. Danke für Ihren Artikel!

  11. Kerstin 10. Dezember 2014 - 18:00 #

    Liebe Redakteure/Schreiber der “Roten Fahne”
    Eigentlich lese ich Euch ja fast gar nicht, eher sporadisch, wenn ich bei meinen Eltern bin. Politisch würdet Ihr mich wohl als Rechts einordnen, obwohl ich mich nicht Rechts fühle.
    Vielen Dank für diesen überaus wissenswerten und aufklärerischen Artikel. Ich werde ihn auf jeden Fall weitergeben (mit Quellenangabe und Verweis selbstverständlich),denn ich denke, hier sind viele, auch angeblich Rechte, mit euch absolut einer Meinung. Dummerweise ist es so, daß heutzutage erst geguckt wird, WER was sagt, statt auf den Inhalt zu schauen, so das sich schon mancher,mit der gleichen Meinung alsNazi beschimpfen lassen muß. Aber Wahrheit ist Wahrheit, egal wer sie ausspricht.
    Ich wünsche euch eine besinnliche Advents -und Weihnachtszeit, lieben Gruß Kerstin :)

  12. spacemarine 10. Dezember 2014 - 20:44 #

    Die Russen haben haben ihren Staatskapitalismus mit sozialistischem Anstrich, sind aber Russen mit nationaler Identität und Patriotismus..Wieso darf denn ein deutscher nicht stolz auf seine Nation sein..??? Und die Russen lassen auch nicht jeden rein, schon gar nicht, wenn er das Bildungsniveau einer Dachlatte hat oder einschlägig vorbestraft ist..Das tun andere Staaten auch nicht..

  13. Bäri 11. Dezember 2014 - 17:05 #

    Auch als Schweizer SVP-Wähler: Hut ab! Es ist nicht immer alles schwarz oder weiss. Bin durch einen Link auf Eure Seite gekommen, aber diesen Artikel hätte ich nicht erwartet. Danke!

  14. Steffen 12. Dezember 2014 - 00:28 #

    Danke für diesen hervorragenden Artikel, der gleichzeitig eine kristallklare Analyse darstellt.
    Bin durch Verlinkung hierher geraten und hätte einen solchen Beitrag niemals auf einer “linken” Seite vermutet. Nun ja, wir werden immer schön in “rechts” und “links” gespalten, so wie es den Machthabern paßt. Was zählt, ist der gesunde Menschenverstand. Weitermachen!

  15. Sigi 10. Mai 2015 - 23:08 #

    Danke, danke, danke! Es gibt noch Linke vom alten Schlag, die die Kritik am Imperialismus nicht vergessen haben. Man hat heutzutage wirklich das Gefühl, der größte Teil der Linken hat sich zum Handlanger des neoliberalen Wirtschaftssystems und des Imperialismus gemacht.

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