Irans Präsident Rouhani will Menschenrechtskommission bilden

Freier Internet-Zugang soll gewährleistet werden

- von Presseticker  -

D ie iranische Regierung will demnächst eine Kommission für Menschenrechte bilden, wie der US-Fernsehsender NBC heute unter Berufung auf den im Juni gewählten iranischen Präsidenten Hassan Rouhani (Ruhani) mitteilte.
Rouhani beantwortete somit die Frage des Senders nach der Möglichkeit der Abschaffung der im Iran geltenden Internet-Zensur. Der Präsident sagte nichts Näheres über die Funktionen der zukünftigen Kommission.

Flagge Iran, Internet

Flagge Iran, Internet

Laut Rouhani ist der Zugang zu Informationen ein Recht des Menschen. „Wir wollen, dass die Menschen in ihrem Privatleben völlig frei sind. In der modernen Welt haben alle Menschen, darunter im Iran, ein Recht auf den Zugang zu Informationen, auf einen freien Dialog und auf Meinungsfreiheit“, so Rouhani. Er merkte zugleich an, dass die Moral und das nationale Selbstbewusstsein der Iraner geschützt werden müssen.

Im Iran gibt es eine recht strenge Internet-Zensur. Die staatlichen Organe und die religiösen Institute kontrollieren den Inhalt der Informationen, darunter von Druckerzeugnissen, sowie Musik, Werke der bildenden Kunst, Photo- und Filmerzeugnisse wie auch Hörfunk- und Fernsehsendungen.

Hassan Rouhani, Präsident Iran

Hassan Rouhani, Präsident Iran

Die Internet-Nutzer hatten bis zuletzt die geltenden Verbote umgangen, indem sie ein privates Netzwerk (VPN) nutzten. Es handelt sich um ausserhalb des Landes befindliche Computer, über die iranische Bürger mit Hilfe spezieller Programme alle internationalem Websites lesen können. Die Regierung hatte jedoch Methoden ausgearbeitet, die es ermöglichen, zahlreiche dieser Internet-Verbindungen zu blockieren.

Die iranischen Webnutzer erhielten jedoch in dieser Woche direkten Zugang zu facebook und twitter. Viele von ihnen dankten dem Präsidenten, der mehrmals eine Milderung der Internet-Zensur versprochen hatte, in sozialen Netzwerken für die Aufhebung der Internet-Einschränkungen.

Am Dienstag haben die iranischen Behörden jedoch den Zugang zu den Websites von facebook und twitter wieder gesperrt, mit der Begründung, die Einschränkungen seien wegen einer technischen Störung zeitweilig eingestellt worden.

RF/RIA Novosti

Schlagwörter # , , , , ,

Rote Fahne bezahlen

Kommentieren

Anmelden  (optional)

NUTZUNGSBEDINGUNGEN
Benutzerprofile, Artikel, Beiträge und Kommentare mit zionistischem, faschistischem, stalinistischem Inhalt oder die gegen gesittete Umgangsformen verstoßen, und/oder nicht den Inhalt des kommentierten Artikels zum Gegenstand haben, und/oder einen Standpunkt nicht sachlich begründen, werden gelöscht.
Benutzerprofile ohne Beiträge werden in regelmäßigen Abständen gelöscht.
Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Klarnamen und/oder reale eMail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) zu löschen.
Kontakt Moderation: Moderation |at| RoteFahne.eu

twitter facebook google+