WikiLeaks: Snowden richtet Asylantrag an 21 Länder

Putin: Edward Snowden verstehe sich als Kämpfer um die Menschenrechte

- von Presseticker  -

D ie Enthüllungsagentur WikiLeaks hat am heutigen Dienstag eine Liste von weiteren 19 Ländern veröffentlicht, die der frühere Geheimdienstler der NSA (National Security Agency) Edward Snowden um politisches Asyl ersucht hat. Insgesamt sind es somit jetzt 21 Länder, die formell um die Gewährung politischen Asyls gebeten wurden.

Laut der Mitteilung hatte Sarah Harrison, Rechtsberaterin von WikiLeaks, am 30. Juni im Auftrag von Snowden Anträge auf politisches Asyl an die Konsularabteilung im Moskauer Flughafen Scheremetjewo übergeben.

NSA Whistleblower Edward Snowden

NSA Whistleblower Edward Snowden

Die Anträge sind an Österreich, Bolivien, Brasilien, Venezuela, Deutschland, Indien, Irland, Spanien, Italien, China, Cuba, die Niederlande, Nicaragua, Norwegen, Polen, Russland, Finnland, Frankreich und die Schweiz gerichtet.

Zuvor waren die Behörden in Island und Ecuador um Asyl ersucht worden. Laut WikiLeaks kann die Liste eventuell erweitert werden.

US-Geheimdienst NSA (National Security Agency) Logo

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Das US-Aussenamt fordert die Auslieferung von Snowden, der beschuldigt wird, Geheiminformationen offengelegt zu haben. Momentan hält sich Snowden vermutlich im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf.

Gestern noch hatte das Russische Föderale Migrationsamt FMS die Meldung als falsch zurückgewiesen, Snowden hätte um politisches Asyl in Russland angesucht, wie eine Pressesprecherin der Behörde der Nachrichtenagentur RIA Novosti mitteilte.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, er wisse nichts von einem Asylantrag Snowdens in Russland. Mit der heutigen Bekanntmachung ist jetzt auch Russland auf der Liste möglicher Asylländer.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Montag die Bedingung genannt, unter der der Whistleblower Edward Snowden, der nach seinen Geheimdienst-Enthüllungen auf der Flucht vor den US-Behörden ist, in Russland bleiben darf.
„Wenn Snowden ausreisen möchte, bitte schön“, sagte Putin nach dem Gipfel der Erdgas exportierenden Länder am Montag in Moskau. „Wenn er hier bleiben möchte, dann gibt es eine Bedingung: Er muss nämlich damit aufhören, unseren US-amerikanischen Partnern zu schaden, wie seltsam das von mir auch klingen mag.“

Putin bezweifelte, dass Snowden mit seinen Enthüllungsaktivitäten aufhören werde. Denn er verstehe sich als Kämpfer um die Menschenrechte.

RF/RIA Novosti

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