Apple baut neue Solaranlage für seine iCloud

Saubere Energie für das Internet

- von Presseticker  -

N ach dem Greenpeace-Protest im Frühjahr 2012, legt Computer-Hersteller Apple einen detaillierten Plan zur Versorgung seiner iCloud mit erneuerbaren Energien vor. Bereits im Mai letzten Jahres hatte Apple den Umstieg auf erneuerbare Energien angekündigt.
Nach dem Bau von bereits zwei Solarfarmen, kündet Apple jetzt weitere Investitionen in Solarstrom an.

„Der detaillierte Plan, den Apple vorgelegt hat, gibt Millionen von Apple-Nutzern das Vertrauen, dass das Unternehmen seinen Bereich des Internets mit sauberer Energie betreibt“, sagte David Pomerantz von Greenpeace USA.

Apple legte am Montag Details für neue Investitionen in eine Solarstromanlage zur Versorgung eines Rechenzentrums im US-Bundesstaat Nevada vor. Die Investitionen zeigen, dass Apple auf einem guten Weg ist, sein im vergangenen Jahr gegebenes Versprechen zu erfüllen und die iCloud mit 100 Prozent erneuerbaren Energien zu betreiben.

Apple iPad

Apple iPad – Information und Kommunikation

Die Server des neuen Rechenzentrums in Reno sollen mit einer 55 Hektar grossen Solaranlage versorgt werden. Die Anlage hat eine Leistung von 18 bis 20 Megawatt und soll 43,5 Millionen Kilowattstunden Strom liefern. Die Leistung entspricht etwa dem Strombedarf von 11.000 3-Personen-Haushalten.
Der erzeugte Überschuss kann von dem regionalen Energieversorger NV Energy verbraucht oder in das Stromnetz eingespeist werden.

Im April 2012 hatte Greenpeace mit der Kampagne Clean Our Cloud den Strommix von IT-Riesen wie Amazon, Microsoft und Apple kritisiert. Der Energiemix aller untersuchten Unternehmen enthielt Atom- und Kohlestrom.

Mit den Ankündigungen von Google, facebook und Apple leisten grosse Internet-Dienstleister ihren Beitrag zur Energiewende. Das Rennen um ein Internet, das mit erneuerbaren Energien betrieben wird, ist in vollem Gange.

Jetzt müssen Amazon und Microsoft nachziehen und die eigenen Cloud-Dienste mit erneuerbare Energien betreiben. Greenpeace wird seine Kampagne fortführen, bis die Rechenzentren der IT-Riesen sauber sind.

Aus Sicht des Datenschutzes ist es allerdings unerheblich, ob die Bürger mit sauberem oder schmutzigen Strom totalüberwacht werden.

RF/Greenpeace

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