Mali: Auseinandersetzung innerhalb der Armee

NATO-Söldner-Armee steht nicht geeint zum imperialen Krieg

- von Presseticker  -

I n Mali hat sich ein Selbstmord-Attentäter in Gao in der Nähe von malischen Soldaten in die Luft gesprengt. Offenbar handelt es sich um den ersten Selbstmord-Anschlag in Mali überhaupt. Der Attentäter – nach offiziellen Polizeiangaben ein Tuareg – wurde getötet, ein Soldat wurde leicht verletzt.
Der Angriff ist ein Zeichen dafür, dass die NATO-treuen malischen und französischen Truppen auch die eroberten Städte wie Gao nicht völlig kontrollieren.

In der Hauptstadt Bamako ist gleichzeitig der Konflikt unter Malis Soldaten vom vergangenen Jahr wieder aufgeflammt. Bei einem Schusswechsel zwischen Anhängern des ehemaligen Präsidenten Amadou Toumani Touré – den sogenannten “Bérets Rouges” – und den mit der imperialen NATO kollaborierenden Putschisten wurden mehrere Menschen verletzt.

Mali: Auseinandersetzung innerhalb der Armee

Offenbar weigern sich die Fallschirmjäger “Bérets Rouges” (Rote Mützen) ihr Lager in Bamako zu verlassen und im Norden des Landes (Azawad) zu kämpfen.

Die Situation in Mali und Azawad (Nord-Mali) ist deshalb teils undurchsichtig, weil der Krieg aus mehreren Ebenen besteht.
Zum einen kämpfen im Norden Malis die Tuareg für ihre Unabhängigkeit von Mali und riefen im April vergangenen Jahres den unabhängigen Staat Azawad aus.

Zwischenzeitlich waren jedoch marodierende islamistische NATO-Söldner aus dem Krieg gegen Libyen nach Azawad (Nord-Mali) eingedrungen und haben in Teilen Azawads die Tuareg verdrängt.

Tuareg-Sprecher Hama Sid Hamed erklärte im April 2012, die Tuareg kämpften im Norden Malis nicht nur gegen die Malische Armee, sondern auch gegen die sog. al-Qaida.
„Die al-Qaida im islamischen Maghreb setzt auf Terror und entführt Menschen aus westlichen Ländern, um Lösegeld zu erpressen. Deshalb sind sie in der Sahelzone so aktiv.
Unser Ziel ist ganz anders: Die Tuareg lehnen sich gegen den Terrorismus auf und sind eigentlich eine Hochburg des Anti-Terror-Kampfes.
Dem Malischen Präsidenten Amadou Toumani Toure, aber auch Algerien, dem Niger und einigen weiteren Ländern, die ebenfalls gegen den Terror kämpfen und dabei an Sahara-Rohstoffen interessiert sind, haben wir das längst nahegelegt.
Der Kampf gegen die al-Qaida im Maghreb ist ein vorrangiges Ziel unserer Nationalen Bewegung für die Befreiung des Azawad. Wir kämpfen jetzt an zwei Fronten und zwar gegen die Malische Armee und die Terroristen“
, so Hama Sid Hamed vergangenes Jahr.[1]

Der von Frankreich angeführte imperiale Einmarsch in Mali wurde durch AFRICOM, der Afrika-Sektion der imperialen NATO unter Kontrolle des US-Kriegsministeriums Pentagon vorbereitet.

Mali: War for untapped resources cause of chaos, RT 18.01.2013

Begonnen wurde der imperiale Krieg in Mali bereits im März 2012 mit einem durch AFRICOM orchestrierten Militärputsch.
Dieser Putsch etablierte eine mit der NATO kollaborierende Militärregierung und verhinderte zugleich die bereits für April 2012 angesetzten Präsidentschaftswahlen.
Dass in der Darstellung der NATO-Mainstreammedien der Krieg als “französische Angelegenheit” verkauft wird, illustriert einerseits die Arbeitsteilung innerhalb des imperialen Krieges, sowie die Strategie der imperialen Kriegspropaganda, die bestrebt ist, die USA als eigentliche Führungsmacht aus dem Fokus der Weltöffentlichkeit zu nehmen.

RF/euronews

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Die RFTV-Dokumentation enthält auch eine Erklärung zu AFRICOM

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