Palästina: Kundgebung 45 Jahre PFLP

Marsch durch Gaza der Volksfront zur Befreiung Palästinas

- von RF  -

T ausende Anhänger der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP – Popular Front for the Liberation of Palestine) und anderer Organisationen des palästinensischen Widerstandes gingen am Donnerstag in Gaza, Palästina auf die Strasse, um den 45. Jahrestag der Gründung der Bewegung zu feiern.

Verschiedene Vertreter unterschiedlicher palästinensischer Widerstandsbewegungen nahmen an der Kundgebung teil: die Fatah, die Hamas, der Islamische Dschihad und die Demokratische Front.

Das Mitglied des Politbüros der PFLP, Genossin Leila Khaled, betonte die Bedeutung des Marsches und rief Palästina dazu auf, alle Beziehungen zu den israelischen Okkupanten abzubrechen.

„Die Volksfront zur Befreiung Palästinas glaubt, dass wir uns unserem Sieg und dem Sieg unseres Volkes nähern“, erklärte Kaed Al-Ghool, Politbüromitglied der PFLP.

„Meiner Meinung nach wird es Bewegungen wie die PFLP weiterhin geben, bis wir eine umfassende Koordination und endgültige Lösung erreichen“, sagte Saleh Zeidan von der Demokratischen Front.

Palästina: Kundgebung 45 Jahre PFLP

Leila Khaled, PFLP: „Dieser Marsch vereint uns alle, unabhängig davon, ob wir im Land leben oder nach jenseits der Grenzen verbannt sind.
Wenn wir uns gemeinsam versammeln, fühlen wir die Einheit und den rebellischen Freiheitsgeist unserer Nation.“

„Dieser Marsch feiert die Gründung der Volksfront zur Befreiung Palästinas. Die Hamas ist Teil der Befreiungsbewegung. Der Marsch symbolisiert die Einheit Palästinas“, erklärt der Hamas-Sprecher Sami Abu Sahri.

„Diese Feier zum Jahrestag der PFLP zeigt, wie nahe und einig sich die Menschen in Palästina im Kampf um ihre Befreiung sind“, kommentiert Khaled Al-Batsh von der Organisation Islamischen Dschihad.

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Ein Kommentar zu

Palästina: Kundgebung 45 Jahre PFLP

  1. Regiert und Frei 9. Dezember 2012 - 02:32 #

    Sie war einmal eine säkular ausgerichtete revolutionäre Organisation mit laizistischen Zielen.
    Jetzt gibt sie ihrem Namen: “Volksfront” einen echten Sinn –
    PFLP im Schulterschluß mit Gott, Hamas, Islamischer Dschihad …, wem noch?
    Revolutionär ist das nicht mehr.

    Besonders bedrückend ist die zur Schau gestellte Einigkeit vor dem Hintergrund der imperialistischen Aggression gegen Syriens Präsident, die Regierung und alle Teile des Volks, die ihren Nationalstaat und das vorbildliche Modell des Zusammenlebens der unterschiedlichen Volksgruppen und Religionen erhalten wollen.
    Es war nämlich auch die Hamas, die in verschiedenen Äußerungen ihrer Führung gegen Assad Position bezogen und von einer Fortsetzung des “Arabischen Frühling” diesmal in Syrien gesprochen hatte.

    Das heißt konkret die Tolerierung, vielleicht auch die Unterstützung von Hamas für die westlich instruierten und von Saudis und Kataris bezahlten Banden, die in Syrien seit anderthalb Jahren am Werke sind, und die dort gerade auch Zivilisten der nicht-moslemischen und nicht-sunnitischen Volksgruppen angreifen.

    Die PFLP kann nicht vergessen haben, daß Syrien neben dem Irak und Libyen das einzige arabische Land war, das die palästinensische Sache nie aufgegeben und als direkter Nachbar Israels im Unterschied zu Ägypten und Jordanien keinen Frieden mit Israel geschlossen hat.
    Kein arabisches Land hat so zahlreich palästinensische Flüchtlinge aufgenommen wie Syrien, und es war Syrien, das lange Jahrzehnte auch den Führern der PFLP Asyl und vielfältige Hilfe zukommen ließ.
    Kommt dafür jetzt der “Dank”?

    Hamas hat mit Ägyptens Mursi und dem Emir von Katar neue Freunde gefunden, beide sind offensichtlich Marionetten des Imperialismus, die an der Beseitigung des letzten unabhängigen arabischen Nationalstaats in der Region mitwirken.

    Auf die PFLP könnte frei das Sprichwort nach Goethe zutreffen:
    “Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir wer du bist!”

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