Erinnerung an Horst-Eberhard Richter

Unvergessen sind die Grossdemonstrationen der Friedensbewegung

- von Presseticker  -

H eute vor einem Jahr ist der Vordenker und Mitbegründer der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs / Ärzte in sozialer Verantwortung) Horst-Eberhard Richter gestorben und hat eine grosse Lücke hinterlassen. Ehrenvorstandsmitglied Ulrich Gottstein erinnerte in einem Vortrag auf der Herbsttagung der Psychoanalytischen Vereinigung an die gemeinsame Friedensarbeit:

„Richter war ein grosser friedenspolitischer Denker und Autor und ein unermüdlicher Redner in Universitäten, Kirchen, Schulen und auf unzähligen Veranstaltungen (…) Er erklärte aus seiner psychoanalytischen Kenntnis und Lebenserfahrung die tiefer liegenden Ursachen der bestehenden und der drohenden Krisen und Kriege.
Er rief zum Widerstand gegen Krieg und Inhumanität auf und initiierte unsere grossen IPPNW-Kongresse, wie `Kultur des Friedens´ und `Medizin und Gewissen´, an denen bekannte internationale Referenten und jeweils über 1.000 Ärzte und Ärztinnen teilnahmen.

Unvergessen sind die Grossdemonstrationen der Friedensbewegung in Bonn und in Berlin, sowie beim Marsch zum US-Atomraketen Standort in Ramstein. Vor Tausenden von Teilnehmern appellierte Richter an die deutsche Regierung und die NATO, vom Krieg abzusehen und endlich die Atomwaffen von deutschem Boden fort zu schaffen und diese Waffentechnologie zu ächten.
Stets erinnerte er daran, dass es nicht genüge, gegen etwas zu sein, sondern Friedfertigkeit vorzubereiten und zu praktizieren, also nicht dem „Anti“, sondern dem „Pro“zu leben.“

Horst-Eberhard Richter

Horst-Eberhard Richter

Gottstein schliesst seinen Vortrag mit den Worten: „Richter war ein bedeutender Wissenschaftler seines Faches, ein kluger und vielseitig gebildeter Lehrer und Autor, ein international bekannter Psychoanalytiker und -therapeut. Er wurde in den Medien vielfach als „Vater der Friedensbewegung“ bezeichnet.
In der Tat war er ein aufopferungsvoller und couragierter Streiter für den Frieden. Er war ein grosser Arzt, der aus Mitleiden, aus „Compassion“, bis zum letzten Atemzug für Friedfertigkeit und für die Therapie der „seelischen Krankheit Friedlosigkeit“ arbeitete. So werden wir ihn in dankbarer Erinnerung behalten.“

Anlässlich des ersten Jahrestages des Todes von Horst-Eberhard Richter trauert die IPPNW um einen unermüdlichen Fürsprecher für Abrüstung, gegen Atomwaffen und Krieg und für eine Kultur des Friedens.

→ Vollständige Rede von Ulrich Gottstein

RF/IPPNW

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→ Horst-Eberhard Richter verstorben, 20.12.2011

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