Patentstreit: Apple vs. Samsung

Apples Innovationen werden gerne kopiert

- von Presseticker  -

Z wischen dem Technologie-Vorreiter Apple und dem Nachahmer Samsung aus Süd-Korea stehen die Zeichen weiterhin auf Sturm. Ausgetragen wird der Kampf vor Gericht, eine erbitterte Patenstreitserie, deren Ende noch nicht abzusehen ist.
Die beiden Konzerne werfen sich Ideenklau vor, vom Betriebssystem bis zum Design der Smartphones.

Im August erfolgte der vorerst letzte Streich. Ein kalifornisches Gericht (USA) verurteilte Samsung zu mehr als einer Milliarde Euro Schadensersatz.

„Konflikte hat es schon einige gegeben, aber noch nie von diesem Ausmaß“, bestätigt der französische Patentrechtsexperte Cyrille Amar. „Offensichtlich hat Samsung versucht, in Apples Kielwasser zu fahren, um den Widersacher mit nahezu identischen Produkten einzuholen.“

„Aber handelt es sich tatsächlich um Kopien?“, fragt Journalist und Blog-Betreiber Xavier Studer. „Vielleicht ist Samsung bei einigen Modellen ein wenig zu weit gegangen. Aber im Grunde ist die Form doch bei allen Smartphones ähnlich.“

Entwickelt und erfolgreich im Markt eingeführt wurden iPhone und iPad allerdings von Apple, alle anderen ähnlichen Geräte und Softwarekonzepte verschiedener Hersteller sind von den innovativen Technologien Apples abgekupfert.

Patentstreit: Apple vs. Samsung

Im Kampf um die weltweite Marktführung herrscht vorerst Gleichstand. Beim Verkauf von Smartphones (iPhone) führt Samsung vor Apple. Bei den Tablets (iPad) liegt Apple haushoch in Führung. Um einen Vorteil zu ergattern, ist jedes Mittel Recht.

„Die juristische Auseinandersetzung ist ein Instrument im Dienst der kommerziellen und der finanziellen Strategie“, meint Cyrille Amar. „Sie versuchen, auf dem Rechtsweg eine Einigung zu erzielen, die sich nicht auf andere Weise aushandeln liess.“
Dabei arbeiten beide Unternehmen auch eng zusammen. Apple bezieht wichtige Komponenten von Samsung. Allerdings hat der US-Konzern nach der jüngsten Verurteilung des Konkurrenten die Bestelllung deutlich herunter geschraubt.

„Weder Apple, noch Samsung ist daran gelegen, dass der Gegner untergeht“, erläutert Xavier Studer. „Apple ist in der Tat Samsungs bester Kunde (als Zulieferer von Bauteilen), und Samsung verdient viel Geld mit Apple. Die Frage ist, wie weit sie gehen wollen, um den Profit zu steigern, doch letztendlich brauchen die beiden Unternehmen einander.“

Um die fünfzig Prozesse führen die beiden Widersacher zurzeit in zehn Ländern. Unter anderem auch in Deutschland. Was die Streithähne nicht davon abhält, neue Produkte auf den Markt zu bringen. So präsentierte Samsung auf der jüngsten IFA (Internationale Funkausstellung) in Berlin das neue Galaxy Note II. Das Nachfolgegerät läuft mit Android 4.1, hat einen schnelleren Prozessor, ein grösseres Display und eine verbesserte Stiftbedienung. Und es ist selbstverständlich rechteckig, mit abgerundeten Ecken.

iPhone 5 lautet die Antwort aus dem Hause Apple. Das Smartphone hat einen grösseren Bildschirm als die Vorgänger, ist dünner, leichter und leistungsfähiger.
Zudem unterstützt es den Hochgeschwindigkeits-Mobilfunkstandard LTE. Und genau deswegen hat Konkurrent Samsung schon wieder Grund zu klagen. Weil der neue Mobilfunkstandard unter bestehende Samsung-Patente fällt, will der koreanische Konzern den Verkauf des neuen iPhones gerichtlich stoppen lassen.
Der Krieg der Giganten geht weiter.

RF/euronews

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