D as UFree Netzwerk rief heute in einer Presseerklärung sowohl das Internationale Rote Kreuz (ICRC) als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und mehr Druck auf die zionistische (israelische) Besatzungsmacht auszuüben.
“Israel” müsse die derzeitigen palästinensischen Hungerstreikenden medizinisch behandeln und versorgen, besonders nach der akuten Verschlechterung von drei Hungerstreikenden, die sich im Ramla Gefängniskrankenhaus befinden.

Die medizinische Ignoranz der Konditionen der Hungerstreikenden ist eine schamlose Menschenrechtsverletzung. Die Menschenrechtsorganisationen Addameer, Al-Haq und Ärzte für Menschenrechte-Israel (PHR-IL) fürchten um die drei am längsten Hungerstreikenden, die in zionistischen Gefängnissen festgehalten werden.

Die palästinensischen Hungerstreikenden sind dem Tode nah

Die palästinensischen Hungerstreikenden sind dem Tode nah

Mehr als kritisch sind die gesundheitlichen Verfassungen der Verwaltungshäftlinge Samer Al-Barq, der sich heute in seinem 105. Tag des Hungerstreiks befindet, nachdem er bereits während des Massenhungerstreiks 30 Tage die Nahrungsaufnahme verweigerte und Hassan Safadi, dessen Hungerstreik bereits 75 Tage andauert, nachdem auch er vor Beginn des aktuellen Streiks einen Hungerstreik von 71 Tagen hinter sich hatte.
Den ersten und zweiten Hungerstreik zusammengerechnet befindet sich Samer Al-Barq also seit 135 Tagen im Hungerstreik – für Hassan Safadi sind es schockierende 146.

Auch die Situation des Dritten in lebensbedrohlicher Situation, Ayman Shirwana, ist alarmierend. Seit 65 Tagen befindet sich Shirwana, der an Rückenschmerzen leidet und bereits 28 Kilogramm verloren hat, im Hungerstreik.

Der israelische Gefängnisdienst (IPS) verweigert die Versorgung mit Medikamenten. Der IPS versucht, den Hungerstreikenden zu erpressen, indem er Shirwana Injektionen und Schmerzmittel gegen seine Rückenschmerzen verspricht, wenn er im Gegenzug seinen Hungerstreik beendet.
Das Gefängnisklinikum in Ramla verweigerte Shirwana dementsprechend eine schmerzlindernde Behandlung, solange dieser nicht wieder Nahrung zu sich nehme. Diese Art von “Handel” um medizinische Versorgung verurteilen die genannten Menschenrechtsorganisationen aufs Schärfste.

Trotz der Erpressungsversuche hat Ayman Shirwana seinen Hungerstreik nicht beendet. Im Gegenteil, seid dem Eid Al-Fitr (dem Ende des Ramadans) trinkt der Gefangene nur noch Wasser und verweigert somit auch die Vitamin- und Zuckeraufnahme.

UFree erklärte, dass der IPS es nicht unterlasse, die palästinensischen Gefangenen zu foltern. Das Netzwerk unterstrich vor allem die gezielten physischen und psychologischen Schmerzzufügungen gegen die Hungerstreikenden.

Der UFree-Sprecher Mohammed Hamdan erläuterte: „Was die israelische Besatzungsmacht Shirwana antut, indem sie die medizinische Versorgung verweigert, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“
Er fügte hinzu, dass die medizinische Versorgung von politischen Gefangenen als konstantes Recht in den internationalen Abkommen festgeschrieben sei, der IPS dies allerdings nicht respektiere und die Gefangenen bewusst foltert.

Ayman Shirwana ist einer der 1.027 Gefangenen, die im Austausch gegen Gilad Shalit im vergangenen Jahr freikamen. Allerdings wurde er nach seiner Freilassung wieder festgenommen und das zionistsiche Militärgericht kämpft um die Reaktivierung seines ursprünglichen Urteils.

Ein weiterer Inhaftierter, der im Gefangenenaustausch freigelassen und wieder inhaftiert wurde, ist Samer Al Essawi. Er verweigert seit 34 Tagen die Nahrungsaufnahme.

Am Donnerstag, den 30. August besuchte ein Rechtsanwalt der Menschenrechtsorganisation Addameer die Hungerstreikenden Hassan Safadi und Ayman Shirwana. Samer Al-Barq war zu schwach, um den Anwalt zu empfangen.
Safadi erklärte dem Anwalt, dass er und Al-Barq kürzlich für drei Tage in das Assaf Harofeh Krankenhaus gebracht wurden, da sich ihre Verfassung dramatisch verschlechterte. Dort erklärten ihnen die Ärzte, dass ihre Leben in akuter Gefahr seien.

Hassan Safadi ist so geschwächt, dass er nicht mehr schlafen kann, sondern zwei bis drei Mal am Tag in Ohnmacht fällt. Seine Immunkräfte sind gefährlich schwach, er hat Flüssigkeit in seiner Lunge und Probleme mit seiner Leber und Niere (in der sich Nierensteine befinden).
Als er sich im Assaf Harofeh Krankenhaus befand, wurden seine Hände und Füsse ans Bett gefesselt. Vier Soldaten befanden sich die ganze Zeit über in seinem Zimmer. Sie machten so viel Lärm wie möglich und assen und tranken provokativ.

Allen Hungerstreikenden werden Familienbesuche verweigert. Sie befinden sich in Isolationshaft im Ramla Gefängniskrankenhaus des zionistischen Regimes.

RF/PNN

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