Nachfrage aus China treibt Goldpreis in die Höhe

Investitionen in Gold werden weiter zunehmen

- von Presseticker  -

D ie Nachfrage nach Gold ist im privaten Sektor weltweit am Nachlassen. In China ist sie jedoch weiterhin stark geblieben, so Experten. Dies gebe der Erwartung Auftrieb, dass der Preis pro Unze des Feinmetalls bis Ende dieses Jahres auf 1.800 US-Dollar steigen könnte.

„Weil die Goldpreise weiterhin hoch sind und es Befürchtungen wegen kurzfristigen Preisschwankungen gibt, kauft der private Sektor derzeit weniger Gold“, sagte Philip Klapwijk, globaler Chefanalytiker für den Bereich Metalle bei Thomson Reuters GFMS.
„Der chinesische Markt bleibt allerdings stark, wodurch er zu einem wichtigen Faktor wird, den globale Investoren zu berücksichtigen haben.“

Goldbarren

Goldbarren

Im vergangenen Jahr war die Nachfrage nach Goldbaren zu Investitionszwecken in China stark genug, um zu einem Verkauf von 250 Tonnen des Edelmetalls zu führen, was einer Steigerung von immerhin 40 Prozent entspricht.
Nur in Indien waren mit 288 Tonnen noch mehr Goldbarren verkauft worden.

Im gleichen Jahr wurden in China 496 Tonnen Gold für die Herstellung von Schmuck verwendet. In Indien hingegen ist die Menge an Gold zurückgegangen, welche zu diesem Zweck erworben wurde.
„Die chinesische Nachfrage nach Schmuck wird 2012 ähnlich stark sein wie die indische“, sagte Klapwijk.
Allerdings werde China dieses Jahr voraussichtlich mehr Goldbaren als Indien verkaufen. „Das heisst, dass China bis Ende dieses Jahres der grösste Konsummarkt für Gold wird.“

Weltweit ist die Menge an Gold, das für Investitionszwecke erworben wurde, 2011 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 1.605 Tonnen zurückgegangen. Doch selbst so erreichte die Menge gemessen an ihrem Geldwert eine Rekordhöhe von 81 Milliarden US-Dollar.

Als Hauptgrund für den steigenden Goldpreis gelten die niedrigen Zinssätze, die sich verschlimmernde kapitalistische sog. “Schuldenkrise” in Europa und Sorgen über eine steigende Inflation.

Ebenfalls im vergangenen Jahr waren weltweit 2.759 Tonnen Gold für die industrielle Produktion verkauft worden. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 0,9 Prozent, der sich zum grössten Teil auf eine schwindende Nachfrage nach Schmuck zurückführen lässt.

Deutsche Bourgeoisie investiert in Luxusgüter

Klapwijk vermutet, dass einige Regierungen vermehrt Gold aufgekauft haben. Solche offiziellen Käufe hätten insbesondere dann einen sehr grossen Einfluss, wenn der Privatsektor nur schwach ist.
Der Bericht, den Klapwijik am Dienstag veröffentliche, stellte fest, dass ein leichter Anstieg der Minenproduktion und mehr Altgold zu einem Angebotshoch geführt haben.

Gleichzeitig werde die Nachfrage durch die industriellen Käufer, hauptsächlich Schmuckhersteller, laut Vorhersage im Verlaufe dieses Jahres leicht fallen. Externe ökonomische Bedingungen könnten in den kommenden Monaten zudem dazu führen, dass mehr Geld in den Goldmarkt gelangt.

Ein Grund, wieso Investoren sich vermehrt für Gold interessieren, liege in der Wahrscheinlichkeit, dass eine zunehmende Zahl von Ländern in der nahen Zukunft ihre Geldpolitik lockern wird.
Laut Klapwijk wird der Goldmarkt kurzfristig weiteren Schwankungen unterworfen sein. Doch der Preis fürs Edelmetall sollte dennoch bei rund 1.500 Dollar pro Unze bleiben.

RF/China Daily

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