Massenproteste in Spanien gegen Sozialpolitik

Widerstand wächst in immer breiteren, von den EU-Diktaten betroffenen Schichten

- von Presseticker  -

I n vielen spanischen Städten sind die Menschen auf die Strasse gegangen. Hunderttausende protestierten so gegen die neuen von der EU diktierten Einsparungen. Die Regierung will 65 Milliarden Euro sparen, am Donnerstag billigte das Parlament diese Sparpläne.

„Als die Krise anfing, haben die unser Gehalt gekürzt“, sagt eine Steuerbeamtin. „Das haben wir auch mitgemacht, weil wir eben Opfer bringen mussten. Aber jetzt ist es so, als ob die immer uns rannehmen, dabei können wir gar nichts für die Lage.
Das ist ungerecht, und deshalb sind wir hier.“

Massenproteste in Spanien gegen Sozialpolitik

Der Unmut der spanischen Arbeiterklasse gegen den massiven Sozialabbau wird nicht nur unter Jugendlichen immer stärker, die mittlerweile zu über 50 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen sind, sondern auch unter Rentnern und Angestellten, die sich bisher in einer sicheren Position wähnten.

„Die Politiker sollten mal über ihre Gehälter nachdenken, über ihre Zusatzleistungen und ihre Reisekosten“, meint ein anderer Beamter. „Und bei den Reichen sollte auch mal was gekürzt werden, nicht immer nur bei den Beamten: Wir arbeiten viel, haben wenige Rechte und kriegen nur selten mal mehr Geld.“

Beschlossen sind nun unter anderem eine drastische Anhebung der Mehrwertsteuer, dazu für Beamte die Abschaffung des Weihnachtsgeldes.

Jeder vierte Spanier ist arbeitslos: Bei einer besonders umstrittenen Sparmaßnahme geht es darum, dass nun auch beim Arbeitslosengeld gekürzt wird.

Am späten Abend kam es in mehreren Städten noch zu Auseinandersetzungen zwischen einigen Demonstranten und der Polizei.

RF/euronews

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