Grossbritannien verweigert Syriens Olympia-Chef die Einreise

Sportveranstaltung als Teil der NATO-Kriegspropaganda

- von Presseticker  -

D er Vorsitzende des Nationalen Olympischen Komitees Syriens, Mowaffak Joumaa, darf nicht zu den Olympischen Sommerspielen nach London reisen: Die britischen Behörden haben seinen Visumantrag abgelehnt, wie der britische Nachrichtensender BBC berichtet.

Grund für die Absage seien die engen Beziehungen Joumaas zur Regierung von Präsident Baschar al-Assad, hiess es.

Die Gerüchte über ein Einreiseverbot für Joumaa kursierten bereits seit einigen Wochen. Die endgültige Entscheidung sei nach einer Beratung von hohen Amtsträgern aus dem britischen Aussenministerium sowie aus den Ministerien für Inneres, Kultur, Medien und Sport gefallen, so BBC.

London Olympiade 2012

London Olympiade 2012

Russland und China hatten am 04. Februar im UN-Sicherheitsrat gegen den NATO-Resolutionsentwurf zu Syrien ihr Veto eingelegt. Dies war bereits der zweite Resolutionsentwurf, der einen imperialen Krieg gegen Syrien ermöglichen sollte und dessen Annahme von Russland und China konsequenter Weise verhindert wurde.
Moskau und Beijing äusserten die Befürchtung, dass sich in Syrien das “libysche Szenario” der Gewaltanwendung von aussen wiederholen könnte.

Derzeit gilt in Syrien im Rahmen des Plans des Sondergesandten der UNO und der Arabischen Liga für die Regelung der Situation in Syrien, Kofi Annan, das Abkommen über eine Waffenruhe, die allerdings durch von der NATO ausgerüstete Söldnerbanden und Terroristen permanent gebrochen wird.

Die erste Gruppe der UN-Beobachter traf am 15. April in Syrien ein, die das Abkommen kontrollieren. Der UNO-Sicherheitsrat billigte am 21. April einstimmig die Entsendung von 300 Beobachtern für die Kontrolle über die Einhaltung des Waffenstillstandes. Ihr Mandat ist zunächst auf 90 Tage beschränkt.

RF/RIA Novosti

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