David Lynch: The Art of the Real

Eine interdisziplinäre, internationale Tagung beleuchtet das Werk eines der wichtigsten Künstler der Gegenwart

- von Presseticker  -

D er US-amerikanische Filmkünstler David Lynch, geboren 1946, hat schon zu Lebzeiten Kultstatus erreicht. Als einer von wenigen Regisseure gelang es ihm, sowohl experimentell im Autorenfilm Akzente zu setzen als auch im klassischen Hollywoodstreifen, ganz zu schweigen von Twin Peaks, seiner Fernsehserie, die ein ganzes Genre neu prägte.

Lynchs einzigartiger Status innerhalb der Filmwelt verlangt einen genaueren Blick auf sein Werk in Hinblick auf die medialen Entwicklungen und ästhetischen Diskurse im frühen 21. Jahrhundert.

Dies ist die erste wissenschaftliche Tagung in Europa, die sich nicht nur mit den komplexen intermedialen Referenzen und ästhetischen Aspekten befasst, die aus anderen künstlerischen Genres und Diskursen in David Lynch’s filmischem Werk einflossen, sondern auch die mögliche politische Dimension dieses Werks untersucht.

Die Konferenz ist nach vier Themenkomplexen organisiert: Psychoanalyse, Intermedialität, Genrekomposition und InterArt, die von bekannten internationalen Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen behandelt werden.

David Lynch: The Art of the Real

Konzipiert und realisiert wird die Tagung von PD Dr. Thomas Becker, Berlin, Dr. Wolfram Bergande, Juniorprofessor für Ästhetik an der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar, Valeska Schmidt-Thomsen, Professorin und Direktorin des Instituts für experimentelles Bekleidungs- und Textildesign der UdK Berlin und Dr. Alexandra von Stosch, Dozentin und Kuratorin in Berlin.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Kommission für künstlerische und wissenschaftliche Vorhaben (KKWV) an der UdK
Beuth Hochschule für Technik Berlin
Bauhaus-Universität Weimar
Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa Luxemburg Platz e.V.
Villa Aurora

28.- 30. Juni 2012
David Lynch: The Art of the Real

Volksbühne, Roter Salon
Linienstr. 227, Berlin-Mitte
in englischer Sprache, Eintritt frei
Die Konferenz wird per Video Live Stream übertragen
→ lynchconference.org

Programm:

28. Juni, 2012:
12 Uhr Begrüssung durch die Veranstalter
1. Themenkomplex: PSYCHOANALYSE

Moderation: Alexandra von Stosch, Berlin (Veranstalterin)
12.30 Uhr Martha P. Nochimson, New York, The Certain/Uncertainty of David Lynch: A Paradigm Shift
13.30 Uhr Wolfram Bergande, Weimar, Erratic Humor in David Lynch’s Later Film Work
14-30-15 Uhr Kaffeepause
15 Samuel Weber, Evanston/IL, USA, Meaning, Memory and Montage: The Provocation of David Lynch
16 Uhr Andreas Cremonini, Basel, The Uncanny Other. Lynch as Social Philosopher
17 Uhr Kurzfilmprogramm Lynch Shorts and Bits Part I, Frank Behnke, Berlin/San Francisco

Zusatzprogramm:
19 Uhr Ausstellungseröffnung Lynch by Inch mit Marcel Bühler, Via Lewandowsky, Alexej Meschtschanow, Jana Müller, Conni Renz, Tilo Schulz, Julia Terjung, Ralf Ziervogel, L40 Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa-Luxemburg-Platz, Linienstr. 40 kuratiert von Alexandra von Stosch

29. Juni 2012
2. Themenkomplex: GENREKOMPOSITION

Moderation: Wolfram Bergande, Weimar (Veranstalter)
10 Uhr Michel Chion, Paris, The Cinematographic Real and the Diegetic Real in „Mulholland Drive“ and „INLAND EMPIRE“
11 Uhr Thomas Becker, Berlin, Lynch’s Twins: The Bodyless Eye of Cinema and its Phantom Pain
12 Uhr Christian Kassung, Berlin, Lynch’s Animals
13 14 Uhr Mittagspause

3. Themenkomplex: INTERMEDIALITÄT

Moderation: Thomas Becker, Berlin (Veranstalter)
14.30 Uhr Gertrud Koch, Berlin, Animation and Still(life)
15.30-16 Uhr Kaffeepause
16 Uhr Thomas Elsässer, Amsterdam/ Weimar, “Actions Have Consequences”: Causality, Implication and Anticipation in David Lynch’s Los Angeles-Films
17 Uhr Stefan Hoeltgen, Berlin, “Get Real”-Media and Experience in the Movies of David Lynch
18 Uhr Kurzfilmprogramm Lynch Shorts and Bits Part II, Frank Behnke, Berlin/San Francisco
Ab 23 Uhr Party @ Roter Salon

30. Juni 2012
4. Themenkomplex: INTERART

Moderation: Valeska Schmidt-Thomsen, Berlin (Veranstalterin)
11 Uhr Thomas Macho, Berlin, Farben bei Lynch
12 Uhr Alexandra von Stosch, Berlin, The Story of Time and Space. Concepts of Reality in the Work of John Cage and David Lynch
13-13.30 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr Tanja Michalsky, Berlin, Inner and Outer Space. Lynch’s Concept of Bodily Consciousness
14.30 Uhr Daniel Kothenschulte, Frankfurt/M., Lynch Seen Through Photographs, Darkly. The Film Maker and American Photography
15.30 Uhr Abschlussdiskussion

Die Universität der Künste Berlin ist weltweit eine der grössten künstlerischen Hochschulen und die einzige, die alle Disziplinen der Kunst und der auf sie bezogenen Wissenschaften in sich vereint.

An den vier Fakultäten Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst sowie dem Zentralinstitut für Weiterbildung werden über 40 künstlerische, künstlerisch-wissenschaftliche und künstlerisch-pädagogische Studiengänge angeboten.
Von rund 4.000 Studierenden stammt etwa ein Fünftel aus dem Ausland. Die Geschichte der UdK Berlin reicht zurück bis zur Gründung der brandenburgisch-preussischen Akademie der Künste im Jahr 1696.

Ihre heutige Form erhielt sie 1975 durch den Zusammenschluss der Hochschule für bildende Künste und der Hochschule für Musik und darstellende Kunst zur Hochschule der Künste (HdK).
Seit 2001 trägt die Universität der Künste Berlin ihren heutigen Namen. Präsident ist seit Januar 2006 Prof. Martin Rennert. Mit mehr als 500 Veranstaltungen im Jahr trägt die UdK Berlin maßgeblich zum kulturellen Leben der Stadt bei.

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