US-Botschafter in Israel: US-Militäraktion gegen den Iran ist vorbereitet

Diese Aussage, die Botschafter Daniel Shapiro auf einer Klausurtagung in Tel Aviv machte, wurde in einer Nachrichtensendung des Channel 2 verbreitet - von Michal Shmulovich und Greg Tepper

- von Presseticker  -

A uf einer Klausurtagung in Tel Aviv teilte Daniel Shapiro, der US-Botschafter in Israel, mit, die USA hätten ihre Planungen für einen Militärschlag gegen den Iran abgeschlossen. Seine Äusserung gelangte am Mittwoch über eine israelischen TV-Sendung in die Öffentlichkeit.

„Wir würden es vorziehen das Problem auf diplomatischen Wege oder durch wirtschaftlichen Druck statt mit militärischer Gewalt zu lösen“, sagte Shapiro am 15. Mai. „Das bedeutet aber nicht, dass die militärische Option nicht verfügbar oder vorbereitet wäre.
Die dazu notwendige Planung ist abgeschlossen, und alle Vorbereitungen sind getroffen.“

Kampfjets des zionistischen Regimes "Israel"

Kampfjets des zionistischen Regimes "Israel"

Nach einem Bericht des israelischen TV-Senders Channel 2 hat US-Botschafter Shapiro auf einer in Tel Aviv stattfindenden Klausurtagung der Israel Bar Association (einer israelischen Anwaltsvereinigung) eine Rede gehalten und ein Journalist hat seine Äusserungen mitgeschnitten.
In dem Fernsehbericht wurde auch festgestellt, dass die Äusserungen des Botschafters offensichtlich nicht in die Öffentlichkeit dringen sollten.

Die Shapiro-Aussage wurde einen Tag nach einem Bericht in Israel TV verbreitet, aus dem hervorging, dass die israelische Luftwaffe IAF bald an einem gemeinsamen Luftmanöver in den USA teilnehmen wird.
Die IAF hat seit mehreren Jahren nicht mehr in den USA trainiert.

Nach dem TV-Bericht soll die Übung in den kommenden Monaten stattfinden und die Beziehung zwischen der IAF und der US-Air Force stärken. Dabei sollen gemeinsame Operationen trainiert werden.

Noch im Sommer dieses Jahres soll ausserdem in einem weiteren gemeinsamen Manöver, zu dem Tausende von US-Soldaten nach Israel kommen, die Abwehr eines massiven Angriffs auf Israel simuliert werden.

Diese Meldungen werden in einer Zeit verbreitet, in der in Israel und in den USA die Sorge über ein iranisches Atomwaffenprogramm wächst. Die israelische Führung besteht darauf, dass der Iran keine Atomwaffen haben darf und droht mit Krieg, falls alle andere Bemühungen den Iran zum Einlenken zu bewegen, scheitern sollten.

Auch US-Präsident Barack Obama sagte, dass der Iran nicht über Atombomben verfügen darf und hat ein Nachgeben ausgeschlossen. Obama hat zwar “Geduld” gefordert, damit die Wirtschaftssanktionen und der ausgeübte Druck wirken können, die militärische Option aber ausdrücklich „auf dem Tisch“ belassen.

Vergangene Woche haben die US-Nationalgarde und israelische Heimatschutzkräfte in Israel eine gemeinsame Such- und Rettungsübung durchgeführt. Nach offiziellen Angaben wollte man sich damit auf ein Erdbeben oder einen Raketenangriff vorbereiten.
Bei einem grösseren Raketenangriff auf Israel oder einem schlimmen Erdbeben würden auch Such- und Rettungskräfte aus den USA zum Einsatz kommen.

RF/Times of Israel – Übersetzung luftpost-kl.de

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