Untersuchung Kandahar: An dem US-Massaker in Afghanistan waren bis zu 20 US-Soldaten beteiligt

Zwei der erschossenen Frauen wurden von US-Soldaten zuerst vergewaltigt

- von Presseticker  -

E ine Untersuchungskommission des afghanischen Parlaments hat festgestellt, dass an der Ermordung der 16 Zivilisten, die am 11. März 2012 im afghanischen Distrikt Panjwaii der Provinz Kandahar stattgefunden hat, bis zu 20 US-Soldaten beteiligt waren.
Damit widerspricht sie der NATO, die weiterhin behauptet, ein einzelner durchgedrehter US-Soldat habe das Blutbad angerichtet.

Die aus afghanischen Abgeordneten bestehende Kommission hat zwei Tage lange mit Überlebenden, Augenzeugen und Einwohnern der beiden Dörfer gesprochen, in denen sich die Tragödie ereignet hat.

US-Massaker Afghanistan, Kandahar 11.03.2012

On March 11, a group of US soldiers went from house to house in three villages in Kandahar’s Panjwaii district
and killed at least 16 people, mostly women and children

„Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass ein einzelner Soldat nicht dazu in der Lage war, innerhalb einer Stunde in zwei getrennten Dörfern gleichzeitig so viele Menschen umzubringen, und gehen davon aus, dass die 16 Dorfbewohner, bei denen es sich überwiegend um Frauen und Kinder gehandelt hat, von zwei Kommandotrupps getötet wurden“, hat der Ermittler Hamizai Lali nach einem Bericht in der Zeitung Pajhwok Afghan News gesagt. [1]

Lali erklärte, die Untersuchung habe ergeben, dass 15 bis 20 US-Soldaten an dem Massaker beteiligt waren. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, dafür zu sorgen, dass die Schuldigen in Afghanistan vor Gericht gestellt werden, und betonte, das afghanische Parlament werde nicht ruhen, bis die Mörder verurteilt seien.

„Wenn sich die internationale Gemeinschaft nicht für die Bestrafung der Täter einsetzt, wird die Wolesi Jirga (Afghanisches Parlament) die ausländischen Truppen zu Besatzern erklären“, betonte Hamizai Lali.

Sayed Ishaq Gillani, der Vorsitzende der parlamentarischen Untersuchungskommission, erklärte gegenüber der BBC, nach Zeugenaussagen hätten an der Aktion beteiligte Hubschrauber während des Angriffs “Chaff” ausgestoßen, um Flugabwehrraketen abzulenken.
Gillani fügte hinzu, Ortsansässige hätten vermutet, das Gemetzel sei die Rache für Angriffe auf die US-Truppen gewesen, bei denen eine Woche vorher mehrere Soldaten verletzt worden waren.

Als Reaktion auf das Gemetzel forderte der afghanische Präsident Hamid Karzai die US-Truppen auf, die afghanischen Dörfer zu verlassen und sich in ihre Militärbasen zurückzuziehen.
Ausserdem haben die Taliban mitgeteilt, dass sie die Gespräche mit den US-Streitkräften abgebrochen hätten.

Inzwischen hat das US-Militär im Zusammenhang mit dem Massaker einen Soldaten festgenommen und ihn trotz der Forderung, ihm in Afghanistan den Prozess zu machen, sofort nach Kuwait ausgeflogen.
Nach Agenturmeldungen wurde dieser mutmaßliche Täter bereits zu seinem Heimatstandort in Kansas, USA ausgeflogen.
Die US-Behörden untersuchen nach eigenen Angaben derzeit die “Motive” für den Überfall und bestehen darauf, dass der Prozess gegen den Soldaten in den USA stattfinden müsse.
Der US-Soldat soll Alkohol-Probleme gehabt und unter Post-Traumatic Stress Disorder (PTSD) gelitten haben.

Nach PressTV vorliegenden Informationen hat die Kommission des afghanischen Parlamentes ermittelt, dass bei dem US-Massaker zwei der erschossenen Frauen von US-Soldaten zuerst vergewaltigt wurden. [2]

Am 11. März war ein Trupp US-Soldaten in drei Dörfern im Distrikt Panjwaii der Provinz Kandahar von Haus zu Haus gezogen und hatte mindestens 16 Dorfbewohner – überwiegend Frauen und Kinder – in ihren Häusern getötet und weitere verletzt.

RF/RT/PressTV – Übersetzung luftpost-kl.de

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