Syrien: Opposition gegen friedliche Lösung der Krise

Kofi Annan, der heute nach Damaskus reist, plädiert hingegen für eine Waffenruhe in Syrien

- von Presseticker  -

E in Teil der syrischen Opposition lehnt eine friedliche Beilegung der Krise im Land ab und will weiter mit Waffengewalt gegen die Regierung kämpfen, wie die Agentur AP heute meldet.

Vor dem Besuch des UN-Sondergesandten Kofi Annan bezeichnet der Sprecher des NATO-treuen sog. “Syrischen Nationalrats”, Burhan Ghalioun, die Vermittlungsversuche des früheren UN-Generalsekretärs als sinnlos, so AP.

Massendemonstration in Syrien gegen NATO-Intervention

Massendemonstration in Syrien gegen NATO-Intervention

Andere NATO-Kollaborateure äusserten sich noch kategorischer: „Man kann keinen Dialog mit demjenigen führen, der uns mit Panzern und Raketen attackiert“, zitierte die Agentur eines der Oppositionsmitglieder.

Kofi Annan, der heute nach Damaskus reist, plädiert hingegen für eine Waffenruhe in Syrien.

Nach Angaben türkischer Medien haben sich inzwischen zwei Generäle und ein Oberst der syrischen Armee auf die Seite der NATO geschlagen und in die Türkei abgesetzt.

Die Unruhen in Syrien dauern seit März 2011 an. Täglich werden Tote gemeldet, sowohl Zivilisten als auch Angehörige der Sicherheitskräfte. Die syrischen Behörden sprechen von mehr als 2.000 Toten unter den Soldaten und Sicherheitskräften, gegen die gut bewaffnete, vom Ausland ausgerüstete Söldner operieren.

Russland und China hatten am 04. Februar im UN-Sicherheitsrat gegen den NATO-Resolutionsentwurf zu Syrien ihr Veto eingelegt. Dies war bereits der zweite Resolutionsentwurf, der einen imperialen Krieg gegen Syrien ermöglichen sollte und dessen Annahme von Russland und China konsequenter Weise verhindert wurde.
Moskau und Beijing äusserten die Befürchtung, dass sich in Syrien das “libysche Szenario” der Gewaltanwendung von aussen wiederholen könnte.

RF/RIA Novosti

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