Film: The Surrogate – Sexualtherapie

Der Film basiert auf einer echten Begebenheit über Surrogatpartner und Regisseur Ben Lewin litt in seiner Kindheit selbst an Polio

- von Presseticker  -

T he Surrogate, ausgezeichnet mit dem Sonderpreis der Jury und dem Publikumspreis beim Sundance Film Festival. John Hawkes spielt einen gelähmten Journalisten mit einem Wunsch: Er möchte seine Jungfräulichkeit verlieren.

Daher kontaktiert er eine sogenannte Surrogatpartnerin, also eine auf solche Fälle der Sexualtherapie spezialisierte Prostituierte.
Gespielt wird diese von Helen Hunt, die im Film also einem Beruf nachgeht, den es so in den USA tatsächlich gibt.

Helen Hunt: „Das ist ein Film über Sex, ganz einfach. Da muss man nicht um den heissen Brei reden. Und das gefällt mir auch. Ich bin diesen komischen Umgang mit Sex leid, oder auch das Gekicher und gleichzeitig die Besessenheit der Politik mit diesem Thema. Einen Film über das gottgegebene Recht eines jeden zu machen, einen Orgasmus zu haben, war phantastisch. Ich bin wirklich stolz, ein Teil davon zu sein.

Als ich aufwuchs, hatte meine Familie einen Freund, der an Kinderlähmung litt. Mir war aber nicht klar, dass solche Menschen wirklich gelähmt sind, dass sie sich nicht bewegen können, aber dass sie alles spüren. Dieser Mann ist sexuell voll funktionsfähig, aber er konnte einfach nichts machen.”

The Surrogate – Sexualtherapie

Als Pfarrer Brendan ist William H. Macy zu sehen, der dem Journalisten bei seinem Anliegen zur Seite steht.

John Hawkes: „Und das empfand er als beschämend. Als Journalist wurde er gefragt, ob er nicht einen Artikel über Behinderten-Sex schreiben könne.
Das interessierte ihn und er dachte: „Was mache ich, wenn ich mich mal verliebe?“ Und ich denke, die Surrogatpartnerschaft hilft dabei, später einmal sexuell aktiv sein zu können.“

Der Film basiert auf einer echten Begebenheit über Surrogatpartner und Regisseur Ben Lewin litt in seiner Kindheit selbst an Polio.

2012-02-07 16:39:05 – RF/euronews

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2 Kommentare zu

Film: The Surrogate – Sexualtherapie

  1. Isabelle 18. März 2012 - 08:12 #

    Als ausgebildete Sexualbegleiterin und auf dem Gebiet der Surrogatpartnerschaft Tätige bin ich natürlich begeistert zu lesen, dass dieses Thema in der Filmwelt wieder mal aktuell ist.
    Behindert fühlen sich inzwischen in den Sphären de Lust viele. Der grosse Unterschied zu den normalen Behinderten, die Probleme sind selbst gebacken:
    Sexualität wurde vom Grossteil unserer hochgezüchteten Konsum Gesellschaft zum Tabu Thema erklärt, der ganz natürliche Umgang wurde den meisten in der Erziehung mit Erfolg abgewöhnt. Das Resultat davon, es gibt enorm viele Menschen die keinen Draht haben zu ihrer ganz eigenen Sexualität und lustvollem Leben, was sich bei den Männern dann sichtbar als Problem zeigt, bei den Frauen irgendwann als Depression.
    Dabei ist Sexualität nichts anderes als eine erweiterte Form der Kommunikation! Wellness pur! Und für jeden Moment hat es was Passendes dabei: der eine steht grad auf romantisches Flirten, für die andere ist die Vorfreude auf ein Treffen schon absoluter Genuss, der reine Gedanke daran, das eigene Kopfkino, das Gefühl von Haut an Haut, mal sanft, mal animalisch.
    Eigene Bedürfnisse wahrnehmen und zulassen, sich Öffnen fürs vis à vis, in times teilen, im Zeitalter von Internet noch schwieriger geworden.
    Tja schade, für all die entgangenen Freuden…
    @ den Autor dieses Artikels: Ausgebildete Surrogatpartnerinnen sind in den seltensten Fällen ehemalige Prostituierte, sondern ganz „normale“ Frauen wie Du oder eben ich…
    Herzlich
    Isabelle
    http://www.sehn-suchend.ch
    http://www.behinderung-sexualitaet.info

  2. gerald 8. Juli 2012 - 18:33 #

    auch ich arbeite als sexualbegleiter und als surrogate. früher hätte ich nicht mal daran zu denken gewagt, wieviele menschen diese dienstleistung brauchen und in anspruch nehmen wollen. Isabelles aussagen ist kaum etwas hinzuzufügen außer, dass dieses thema viel zu wenig öffentlich angesprochen wird.
    alles liebe
    G.

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