Undurchsichtige Lage im Libyen-Krieg

So oder so sind die NATO-Imperialisten die lachenden Gewinner

- von RF  -

D ie bewaffneten Banden der NATO-Söldner stellen mittlerweile nach Auffassung der Vereinten Nationen ein wachsendes Problem dar. Seit der Einnahme der libyschen Hauptstadt Tripolis durch Spezialeinheiten und Söldner der imperialen NATO, haben verschiedene Milizen die Stadt in eigene Kontrollbezirke aufgeteilt und liefern sich teilweise auch Kämpfe untereinander.
Den UN zu Folge sind die Gruppen verantwortlich für andauernde Kämpfe in Tripolis, Bani Walid, Bengasi und anderen Regionen.

Weiterhin aktiv ist vor allem auch der libysche Widerstand gegen den imperialen NATO-Krieg. NATO-treue Söldnermilizen sollen mehr als 8.000 Widerstandskämpfer in geheimen Lagern festhalten, teilweise unter Folter. Auch von Massakern an Gefangenen wird berichtet.

Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte Navanethem Pillay kritisierte, die sog. “Übergangsregierung” übe noch nicht die volle Kontrolle über die NATO-treuen Söldnermilizen aus.
Leichte und schwere Waffen in deren Händen stellten eine Gefahr für Sicherheit und Menschenrechte der Bevölkerung dar.
Besorgniserregend sei auch, unter welchen Bedingungen diese Milizen ihre Gefangenen hielten und wie sie diese behandelten.

UN alarmiert angesichts kämpfender Milizen in Libyen

Die UNO fordert die Kollaborationsbehörden auf, Kontrolle über die geheimen Gefängnisse zu erlangen. Kein leichtes Unterfangen: So hatte die sog. “Übergangsregierung” die Milizen bereits mehrmals erfolglos gemahnt, die Waffen abzugeben. Sollte dies nicht gelingen, könne es zur Verschärfung des Bürgerkriegs kommen.

In der dieser Tage durch den libyschen Widerstand befreiten Stadt Bani Walid präsentierte die dort etablierte neue Regierung über das Internet Photos beschlagnahmter NATO-Waffen, welche die direkte Unterstützung der NATO-Kollaborationsbehörden durch das imperiale Kriegsbündnis belegen.
Die spanischsprachige Nachrichtenagentur der Widerstandsbewegung, Al-Mukawama, kommentiert: „Der sogenannte ‘Bürgerkrieg’ verdeckt die Realität einer allgegenwärtigen NATO, die Zehntausende Libyer ermordet und die Verteidigungsmöglichkeiten des Volkes, der Regierung, Stämme und Streitkräfte neutralisiert hat .“

Al-Mukawama berichtet auch von immer stärkerem Widerstand und Kampfhandlungen gegen die NATO-Kollaborationsbehörden. „Der von der CIA geschaffene NTC wird jeden Tag zerbrechlicher“, erklärt die Nachrichtenagentur und verweist u.a. auf eine AP-Meldung, wonach in Bengasi drei Söldner von Widerstandskämpfern getötet worden seien. Neben Bani Walid wehe auch über der Stadt Laejilate die grüne Fahne des libyschen Widerstandes.

So oder so ist das Imperium der lachende Gewinner. Denn ein im Bürgerkrieg versunkenes Libyen ist ein schwaches Libyen und eröffnet den NATO-Imperialisten Möglichkeiten der Manipulation und Einflussnahme, mit dem Ziel, die Rohstoffe des Landes ausplündern zu können.

2012-01-26 06:49:57 – RF/euronews

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