Serbien: Immer weniger Bürger unterstützen EU-Beitritt

Serbiens Beitritt soll im EU-Rat im Frühling 2012 erneut erörtert werden

- von Presseticker  -

D er Anteil der Bürger, die Serbiens Beitritt zur EU unterstützen, ist auf 51 Prozent gesunken, hat eine Meinungsforschung ergeben, welche die Kanzlei der serbischen Regierung für EU-Integration im Dezember 2011 durchgeführt hat.

Derartige Umfragen werden alle sechs Monate durchgeführt. Im Juni 2011 unterstützten 53 Prozent der befragten Landeseinwohner den Plan Serbiens, der Europäischen Union beizutreten, im Dezember 2010 waren es 57 Prozent.

KFOR-Truppen an der Grenze zwischen dem Kosovo und Serbien

KFOR-Truppen an der Grenze zwischen dem Kosovo und Serbien

Würde die Volksbefragung über Serbiens EU-Mitgliedschaft heute stattfinden, würden 28 Prozent der Bevölkerung gegen den EU-Beitritt stimmen, 18 Prozent würden sich der Stimme enthalten, drei Prozent wüssten keine Antwort.

Wie die Direktorin der Kanzlei für europäische Integration, Milica Delevic, bei der Präsentation der Umfrageergebnisse betonte, wurden die Bürger am 22. Dezember 2011 befragt, also kurz nach der Ablehnung des EU-Rats, Serbien den offiziellen Status eines EU-Mitgliedskandidaten zu verleihen.
Serbiens Beitritt soll im EU-Rat im Frühling 2012 erneut erörtert werden.

Wie Milica Delevic feststellte, hat die EU heute infolge des “Effektes des sozialen Neides” ein geringeres Ansehen unter den Serben: Wenn das Objekt nicht zu erreichen sei, sei es leichter, es zu tadeln, statt es zu bekommen.

“Die Meinungsforschung ermittelt das Verhältnis des rationalen und des emotionalen Herangehens unter den Bürgern”, sagte Delevic. “Wenn wir etwas nicht bekommen haben, bedeutet das, dass dies nicht wichtig gewesen ist”, erläuterte sie diese Position.

Die am 22. Dezember durchgeführte Umfrage, an der 1031 serbische Bürger teilgenommen haben, zeigte, dass 39 Prozent der Bürger Serbiens den EU-Beitritt für nützlich und 36 Prozent für schädlich halten, laut weiteren 35 Prozent würde die EU-Integration Serbien weder nutzen noch schaden.

2012-01-13 14:41:00 – RF/RIA Novosti

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