Folgen der Finanzkrise in Griechenland: Hunger, wachsende Armut und Pressesterben

27,7 Prozent der Betroffenen haben sogar Schwierigkeiten, sich richtig zu ernähren und leiden Hunger, heisst es in dem Bericht

- von RF  -

I nfolge der sog. Finanzkrise und des strikten EU-Spardiktats wächst in Griechenland die Armut. Zugleich fallen immer mehr Zeitungen der Krise zum Opfer.

Mindestens jeder fünfte Bürger in Griechenland lebt jetzt unterhalb oder an der offiziellen Armutsgrenze. Es handelt sich um gut 2,2 Millionen Menschen in dem Elf-Millionen-Einwohner Staat. Dies teilte am Mittwoch das statistische Amt in Athen (ELSTAT) mit. Die Armutsgrenze wird in Griechenland auf etwa 15.000 Euro Einkommen jährlich für eine Familie mit vier Mitgliedern berechnet.

Flagge Europa, Griechenland, Athen

Europa, Griechenland, Athen

27,7 Prozent der Betroffenen haben sogar Schwierigkeiten, sich richtig zu ernähren und leiden Hunger, heisst es in dem Bericht.

Aus diesem Grund läuft in Griechenland seit Wochen eine Lebensmittel-Kampagne für Bedürftige. An der Aktion nehmen die Kirchen, die Städte und Gemeinden sowie die meisten Supermärkte teil.

Eine weitere Folge des Kapitalismus ist die Reduktion der Pressevielfalt. Aufgrund drastisch zurückgehender Werbeeinnahmen von bis zu 60 Prozent und fehlender Bankkredite müssen immer mehr Zeitungen, Fernseh- und Radiosender schließen. Hunderte Journalisten und Techniker sind in den vergangenen Monaten ohne Arbeit geblieben. „Wir verbluten langsam“, sagte der Präsident des Athener Journalistenverbandes (ESIEA), Dimitris Trimis.

Zunächst schloss im November 2010 die konservative Athener Zeitung Apogevmatini. Seit einigen Tagen erscheint auch die linksliberale Eleftherotypia nicht mehr. Die Zeitung gilt als meinungsbildend. Ihre Redakteure sind seit August 2011 nicht mehr bezahlt worden und streiken seit Wochen. Die Besitzer der Zeitung haben einen Insolvenzantrag gestellt.

Seit Mitte Dezember sendet der private Fernsehsender Alter kein Programm mehr. Auch hier streiken die Beschäftigten, weil sie seit Monaten nicht bezahlt worden sind.
Die meisten griechischen privaten Fernsehsender senden nur noch Wiederholungen eigener Serien. Zahlreiche Radiosender befinden sich Berichten zufolge finanziell „auf Messers Schneide“. Im staatlichen Fernsehen (ERT) wird täglich stundenlang gestreikt, weil eines der drei TV-Programme sowie zahlreiche regionale Radiosender geschlossen werden sollen.

2012-01-05 08:00 – RF/hg/dpa

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2 Kommentare zu

Folgen der Finanzkrise in Griechenland: Hunger, wachsende Armut und Pressesterben

  1. klaus maier 17. Juli 2015 - 13:53 #

    google: griechen wählen mit euro hunger und armut. mit euro,freihandel und ohne zollgrenze wurden sie mit spottbillig -waren aus china etc. überschwemmt(importeure dabei sehr oft goldene nase sich verdient-als auch waren von hochleistungs-industrie brd. so einheimische firmen plattgemacht.–fabrikeigentümer gaben fabriken auf,sattelnden auf(boomende)importfirmen um.–durch planwitschaftliche eu methoden(ähnich UdsSSR planwirschaft)wure nahrungs-souveranität griechenlands schön verringert. z.B.:mal für baumwollanbau 3 mal so hohen subventionen wie weltmarktpreis. dafür mandelbäume etc weggehackt. etc etc. so mußten viel mehr so lebensmittel wie zu drachme zeiten importiert werden. USA freihandel haiti:lange zeit reis spottbillig. so haiti reisbauern bankrott. auf einmal reis sauteuer–aber da gab es keine haiti – reisbauern mehr. ähnliches in mexico mit mais ?–ist zu vermuten,weiß da nicht so genau bescheid!

  2. klaus maier 26. Juli 2015 - 08:12 #

    bescheurert : griechenland glücksspiel firme OPAP verkauft— in kurzer zeit verdiente die firma mit OPAP den kaufpreis VON OPAP—-bescheurt a la treuhand ddr : äcker billig an großinvestoren

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