Rechtsanwalt Martin Reucher verstorben

Der Tod von Rechtsanwalt Martin Reucher ist ein schwerer Verlust für die Erwerbslosenbewegung

- von Presseticker  -

D er Bochumer Anwalt für Sozialrecht Martin Reucher ist nach einer schwerer Erkrankung im Alter von 56 Jahren am vergangenen Freitag verstorben. Reucher wurde bundesweit bekannt, weil er vor dem Bundessozialgericht und dem Bundesverfassungsgericht für eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze für Kinder gestritten und eine Reform des SGB II durchgesetzt hatte.

Martin Reucher

Martin Reucher

Im Nachgang sah sich Reucher seines Erfolges für die Rechte von Millionen von Hartz IV Betroffenen beraubt, weil die Politik die ergangenen Urteile nicht verfassungsgemäß umsetzten.

In einem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung erläuterte er im Nachgang, dass Hartz IV-Bezieher keine Chance hatten, mit Hilfe des Verfassungsgerichts ihre Lebenslage zu verbessern. Die vorherrschende Politik ließ nämlich die Vorgaben des Verfassungsgerichtes “zur Makulatur werden”.

Der Tod von Rechtsanwalt Martin Reucher ist ein schwerer Verlust für die Erwerbslosenbewegung. Sein Kollege Volker Winkelmeier schreibt in einem Nachruf:

„Von den Kollegen wurde er als kompetenter Gesprächspartner geschätzt, von seinen Mandanten für seinen Einsatz auch in aussichtslos scheinenden Fällen geliebt. Martin hat sich in den letzten sechs Jahren stets mit den Stärkeren angelegt.“

Martin Reucher wird am Mittwoch den 07. Dezember in Nottuln im Kreise seiner Familie zur letzten Ruhe gebettet.

Einige Artikel bei gegen-hartz.de von RA Martin Reucher:
→ Hartz IV: Schallende Ohrfeige für den Gesetzgeber 
→ Hartz IV-Behörde ignoriert Gerichtsbeschluss
→ Hartz IV Kinderregelsätze / Anträge beim BSG 
→ Hartz IV: Jobcenter übt Staatsanwaltschaft 
→ Hartz IV: ARGE Bochum und die Schildbürger

2011-12-06 00:00:00 – RF/gegen-hartz.de

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