Grossbritannien: Proteste und schlechte Aussichten

Dem Finanzminister zufolge müssen sich die Briten auf sechs weitere magere Jahre einstellen

- von Presseticker  -

V iele Briten sind wütend über die geplanten Einschnitte bei den Renten. Mit einem Generalstreik und Demonstrationen wollen sie die Regierung zum Umdenken bewegen. Umfragen zufolge unterstützt die Bevölkerung die Streiks weitgehend.

“Ich bin hier, um für die Rechte der Beamten zu kämpfen. Sie haben hart für ihre Renten gearbeitet. Die Regierung verschweigt den Briten, dass wenn die Renten der Beamten gekürzt werden, die Arbeitgeber im privaten Sektor das Gleiche machen werden. Jeder verdient eine anständige Rente, jeder hat schließlich dafür gearbeitet. Die Regierung sollte das verstehen,” meinte Lori.

Ein anderer Demonstrant fügte hinzu: “Das ist der größte Streik in diesem Land seit drei Jahrzehnten. Ich hoffe, dass wir die Regierung so zurück an den Verhandlungstisch bringen. Ansonsten werden wir erneut streiken.”

Eine Rentnerin hatte sichtlich die Nase voll: “Ich bin wütend und genervt, wenn ich sehe, was mit unseren Krankenhäusern passiert und erfahre, wie es um die Jobs steht.”

Ein Familienvater erklärte: “Wenn wir jetzt nicht den Wohlfahrtsstaat und unsere Renten verteidigen, dann werden unsere Kinder kein Anrecht mehr auf Renten haben, sei es im öffentlichen oder im privaten Sektor. Wir müssen also jetzt handeln, sonst leiden die nächsten Generationen.”

Dem Finanzminister zufolge müssen sich die Briten auf sechs weitere magere Jahre einstellen und der Lebensstandard wird aller Wahrscheinlichkeit sinken.

Unser Korrespondent Ali Sheikholesami berichtete: “Viele Probleme bereiten den Briten derzeit schlaflose Nächte. Das Wirtschaftswachstum ist zögerlich, die Euro-Krise eine ernsthafte Bedrohung und angesichts dieser Proteste, scheint es, als ob den Briten weitere schlaflose Nächte bevorstehen.”

2011-11-30 19:24:13 – RF/euronews

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