Der Krieg der NATO gegen die libysche Zivilbevölkerung

Laut den Ärzten des Sirte Central Hospitals und der Gruppe libyscher Anwälte, welche die Opfer der Gräueltaten der NATO vertraten, gab es zahlreiche gesundheitliche Probleme in Folge der Angriffe der NATO.

- von RF  -

V on Franklin Lamb - Nachstehend finden Sie kurze Berichte über fünf Beispiele von unbestrittenen Bombardierungen der Zivilbevölkerung in Libyen durch die NATO in der letzten Zeit, weil diese nach wie vor am häufigsten von den Bewohnern von Tripoli diskutiert werden.

Am 13. Mai wurde eine Friedensdelegation von muslimischen religiösen Anführern, die in Breda angekommen waren, um das Gespräch mit ihren Kollegen im Osten Libyens zu suchen, um ein Uhr nachts in ihrem Gästehaus mit zwei MK 82 Bomben bombardiert.
Elf von ihnen wurden sofort getötet, 14 wurden schwer verwundet.

NATO KriegDie NATO behauptete, in dem Gebäude hätte sich ein „Kommando- und Kontrollzentrum“ befunden. Alle Zeugen und der Hotelbesitzer haben diese Behauptung heftig bestritten.
Ich interviewte den Leiter der Delegation Sheik Khalad Ali bei drei Gelegenheiten und versuchte, Einzelheiten zu erfahren. Er erholt sich von durch Schrapnelle verursachten Wunden an seinem rechten Bein und bestätigt die Berichte der Augenzeugen. Die NATO hat den Familien Entschädigungszahlungen angeboten.

Am frühen Morgen des 20. Juni trafen acht Raketengeschosse und Bomben das Haus von Khaled Al-Hamedi und seinen Eltern mit Familie. Fünfzehn Familienmitglieder und Freunde wurden getötet, darunter Khaleds schwangere Freu, seine Schwester und drei seiner Kinder.
Die NATO behauptete, sie habe das Haus bombardiert, da es eine Art militärische Einrichtung gewesen sei. Zeugen, Nachbarn und unabhängige Beobachter bestreiten, dass es jemals eine militärische Einrichtung oder eine Truppenpräsenz auf dem Anwesen gegeben hat.

Ende Juni wurde auf der Hauptstrasse westlich von Tripoli ein öffentlicher Verkehrsbus mit zwölf Insassen mit einer TOW-Rakete beschossen und alle Passagiere getötet. Die NATO behauptete, dass öffentliche Busse benützt werden, um Militärpersonal zu transportieren.
Ausländische Beobachter – mich eingeschlossen – betonen einhellig, dass sie keinerlei Militär in Tripoli gesehen haben, keine Panzer, Truppentransporter oder auch nur militärische Ausrüstungsgegenstände.
Die Sicherheit in den Städten wird durch die örtliche Polizei gewährleistet, in den Vororten gibt es Wachteams im Rahmen der Nachbarschaftshilfe.

Am 06. Juni wurde um 02.30 in der Nacht das zentrale Verwaltungsgebäude des Regierungskomitees für die Kinder im Zentrum von Tripoli, zwei Häuserblocks von meinem Hotel entfernt, mit insgesamt 12 Bomben/Raketen bombardiert.
In diesem Gebäude waren das Nationale Down-Syndrom-Zentrum mit seinen wichtigen statistischen Unterlagen, die Gesellschaft für behinderte Frauen, das Zentrum für behinderte Kinder und das Nationale Zentrum für Diabetesforschung untergebracht.

Am 16. Juni um 05.00 morgens bombardierte die NATO ein privates Hotel im Zentrum von Tripoli und zerstörte ein Restaurant und eine Shisha-Bar.

Laut den Ärzten des Sirte Central Hospitals und der Gruppe libyscher Anwälte, welche die Opfer der Gräueltaten der NATO vertraten, gab es zahlreiche gesundheitliche Probleme in Folge der Angriffe der NATO, wie sie auf einer Pressekonferenz am 08. Juli bekannt gaben.
Darunter fallen ein Anstieg von Schlaganfällen in der Bevölkerung von fünf auf zwanzig im Monat, ein 300 prozentiger Anstieg bei Diabetes und Bluthochdruck vom 15. Februar bis 15. Juni 2011 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2010.

Fehlgeburten sind in Libyen dramatisch angestiegen, berichtet der Prälat der katholischen Kirche in Libyen Giovanni Innocenzo Martinelli, einer der beliebtesten religiösen Führer in diesem zu 99,5 Prozent sunnitisch muslimischen Land, als Besucher darüber informierte, dass es an einem Tag Mitte März nach Bombardierungen durch die NATO im Grünen Hospital in Tripoli 50 Fehlgeburten und 40 Tote gegeben hat.
Diese Angaben wurden mir gegenüber bestätigt bei einem Treffen am 05. Juli von Dr. Mohamed Milhat, einem Herzspezialisten am Libyan British Medical Center, der den grossen Anstieg der Anzahl von Bürgern beschrieb, die an stressbezogenen Krankheiten leiden.

Die Geschichte wird die NATO hart für ihre Verbrechen richten. Es ist zu hoffen, dass die Bürger in allen Mitgliedsstaaten der NATO auf die Beendigung dieses Einsatzes hinarbeiten, um die Zivilbevölkerung Libyens zu schützen.

RF/foreignpolicyjournal – Übersetzung antikrieg.com

RFTV: Anti-NATO Kundgebung Tripolis, 01.07.2011

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