Erklärung der Arbeiterfotografie zu den Vorgängen im Club Voltaire

Es sind nicht nur die Gruppierungen, die als Akteure der Gegenseite erkennbar sind, die eine gefährliche Rolle spielen.

- von Presseticker  -

K öln (Arbeiterfotografie) – Der Bundesverband Arbeiterfotografie bedankt sich bei allen, die mitgewirkt haben, die Veranstaltung mit der Hip-Hop-Band ‘Die Bandbreite’ und dem Menschenrechtler Elias Davidsson zum Thema ‘Medien zwischen Realität und Scheinwelt’ gegen allen Widerstand zum Erfolg werden zu lassen und damit den Angriff auf Aufklärung und Meinungsfreiheit abzuwehren.

Dieser Dank gilt dem Club Voltaire, mit dem zusammen wir die Veranstaltung – gegen den Widerstand des inzwischen zurückgetretenen Vorsitzenden – getragen haben. Besonders erwähnen möchten wir Heiner Halberstadt, der vor 46 Jahren zu den Gründern des Clubs zählte (“Der Club ist und bleibt ein offenes und freies Forum für linke Gesellschaftskritik und Emanzipation”), Evelyn Hecht-Galinski, die ein Grußwort schickte (“Es ist mir eine Ehre, für die Arbeiterfotografie Stellung zu beziehen”), Abraham Melzer, Herausgeber der Zeitschrift Semit, der zur Veranstaltung gekommen war und sich vor Ort mit deutlichen Worten den Gegnern der Aufklärung entgegengestellt hat, Bundeswehr-Offizier und Darmstädter-Signal-Mitglied Jürgen Rose (“Ich schließe mich dezidiert der Grußbotschaft von Evelyn Hecht-Galinski an”) und Ossietzky-Herausgeber Eckart Spoo (“Ich danke der Arbeiterfotografie dafür, dass sie sich dieser gefährlichen Hetzpropaganda widersetzt”).

Elias Davidson Club Voltaire

Der jüdische Intellektuelle Elias Davidson muss sich "antideutscher" Angriffe erwehren, Frankfurt/Main 09.10.2009

Der Dank gilt auch allen, die im Vorfeld und im Nachhinein in unzähligen Zuschriften ihre Solidarität zum Ausdruck gebracht haben. Es war und ist wichtig, sich nicht einschüchtern zu lassen, und darin bestärkt zu werden.

Denn es geht nicht um einen ‘linken Familienkrach’, wie unterstellt wird, sondern um das Sich-Durchsetzen gegen anti-linke Kräfte, die imperiale Interessen und die damit verbundenen Verbrechen stützen.
In Frankfurt zeigten sich diese Kräfte in erster Linie in Gestalt der so genannten Anti-Deutschen. Diese sind aber nur eine Facette im Arsenal der imperialen Mächte. Daneben gibt es zahlreiche andere Gruppierungen (Lobby-Verbände, PR-Unternehmen, Institute, Nicht-Regierungsorganisationen etc.), mit denen operiert wird.

Es sind nicht nur die Gruppierungen, die als Akteure der Gegenseite erkennbar sind, die eine gefährliche Rolle spielen. Es ist seit langem zu beobachten, wie ‘linke’ Organisationen von innen heraus zersetzt werden, wie es gelingt, Schaltstellen dieser Organisationen mit Agenten der Anti-Aufklärung zu besetzen. Derartige Strategien finden Anwendung in ‘globalisierungskritischen’ Organisationen, in ‘linken’ Parteien, in Gewerkschaften, in der Friedensbewegung und vor allem auch in ‘linken’ Medienorganen. Auch im Club Voltaire wäre diese Strategie fast umgesetzt worden. Mit erheblichem Kraftaufwand ist es gelungen, dies zu verhindern.

Es erscheint von entscheidender Bedeutung, diese Strategien zu erkennen und Gegenstrategien zu entwickeln. Dazu einen Beitrag zu leisten, fühlt sich der Bundesverband Arbeiterfotografie getreu den Vorstellungen Voltaires und dem Ziel des Gründers der Arbeiterfotografie, Willi Münzenberg, eine Gegenöffentlichkeit zur bürgerlichen Bild- und Pressewelt zu schaffen, verpflichtet.
Wenn die Auseinandersetzung um den Club Voltaire mit der damit verbundenen öffentlichen Diskussionen dazu beigetragen hat, ist das als nicht zu unterschätzender Erfolg zu werten.

Ziel muss es auch sein, der Strategie der Diskussionsverweigerung entgegenzuwirken, mitzubestimmen, welche Themen in den öffentlichen Diskurs eingebracht werden und sich nicht dem verbreiteten Agenda- und Frame-Setting zu unterwerfen. Es geht um die Förderung eines unabhängigen Bewusstseinsprozesses.

Bundesverband Arbeiterfotografie
Anneliese Fikentscher
Senne Glanschneider
Andreas Neumann
Herbert Sauerwein
Dietmar Wegewitz

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